Abo
  • Services:

Skype zieht Einspruch im GPL-Verfahren zurück

Gericht bestätigt Lizenz für freie Software erneut

Das Unternehmen Skype hat seine Berufung gegen seine Verurteilung wegen Verletzung der GNU General Public License (GPL) zurückgezogen und das Urteil angenommen. 2007 war Skype verurteilt worden, da es ein mit Linux betriebenes Voice-over-IP-Telefon ohne die entsprechenden Quelltexte ausliefert.

Artikel veröffentlicht am , Julius Stiebert

Skype hatte gegen das Urteil des Landgerichts München I vom Juli 2007 Berufung eingelegt. So kam es am gestrigen 8. Mai 2008 zu einer neuen Verhandlung vor dem Oberlandesgericht München. Dort brachte Skype seine Argumente erneut vor und vertrat die Meinung, die GPL verstoße gegen das deutsche Kartellrecht, wie Kläger und Netfilter-Entwickler Harald Welte in seinem Blog berichtet.

Stellenmarkt
  1. HELBAKO GmbH, Heiligenhaus
  2. Dataport, Hamburg, Altenholz bei Kiel

Das Gericht befasste sich damit jedoch nicht weiter, da Skype nicht genügend Beweise vorlegen konnte, schreibt Welte. Zudem merkte das Gericht an, dass selbst wenn die Vorwürfe haltbar wären, Skype dennoch nicht Nutzungsrechte unter der verwendeten Lizenz beanspruchen dürfe. Nachdem die Richter darauf hingewiesen hatten, dass eine Berufung keine großen Erfolgsaussichten hätte, zog Skype die Berufung zurück und akzeptierte das Urteil des Landgerichts, das damit rechtskräftig ist.

Welte hatte Skype verklagt, da dieses das VoIP-Telefon SMCWSKP 100 von SMC verkauft, auf dem Linux läuft, das aber ohne die entsprechenden Quelltexte und ohne Hinweis auf die Lizenz vertrieben wurde. Dies wird jedoch von der GPLv2, unter der der Linux-Kernel steht, verlangt. Welte hält an Teilen des Kernels das Urheberrecht und konnte so gegen Skype klagen - zudem verfolgt er mit seinem Projekt GPL-Violations.org schon lange GPL-Verletzungen.

Das Landgericht München I entschied 2007 (Az. 7 O 5245/07), dass die GPL genau einzuhalten sei. Skype legte zwar dem Telefon später einen Zettel bei, der auf die verwendete GPL-Software hinwies und eine Internetadresse angab, unter der der Quellcode abrufbar ist - doch dies genügte dem Gericht nicht. Es war vielmehr der Ansicht, dass diese Möglichkeit nur für Software vorgesehen sei, die über das Internet geliefert wird. Auch den fehlenden Lizenztext beanstandeten die Richter. Die GPL verlangt, dass sie im Wortlaut mitgeliefert wird.

Interessant ist der Fall auch, da mit Skype eine Firma aus Luxemburg von einem deutschen Gericht verurteilt wurde. Das Landgericht München hatte die GPL bereits 2004 bestätigt.



Anzeige
Spiele-Angebote
  1. (-50%) 29,99€
  2. 19,99€
  3. 3,99€

Dmitri Yufa 26. Jun 2008

Weil die Preisabsprache stattfindet :-)

ztrom 14. Mai 2008

oder noch eher: das böse erwachen. skype: der alptraum für sichere netze.

robinx 09. Mai 2008

Naja aber so ein Reiner Online Link mag natürlich Probleme bereiten wenn dass teil nicht...


Folgen Sie uns
       


Golem.de lässt Alexa schlecht lachen und rappen

Alexa kann komisch lachen und schlecht rappen - wie man im Video hört.

Golem.de lässt Alexa schlecht lachen und rappen Video aufrufen
Thermalright ARO-M14 ausprobiert: Der den Ryzen kühlt
Thermalright ARO-M14 ausprobiert
Der den Ryzen kühlt

Mit dem ARO-M14 bringt Thermalright eine Ryzen-Version des populären HR-02 Macho Rev B. Der in zwei Farben erhältliche CPU-Kühler leistet viel und ist leise, zudem hat Thermalright die Montage etwas verbessert.
Ein Hands on von Marc Sauter


    Dell XPS 13 (9370) im Test: Sehr gut ist nicht besser
    Dell XPS 13 (9370) im Test
    Sehr gut ist nicht besser

    Mit dem XPS 13 (9370) hat Dell sein bisher exzellentes Ultrabook in nahezu allen Bereichen überarbeitet - und es teilweise verschlechtert. Der Akku etwa ist kleiner, das spiegelnde Display nervt. Dafür überzeugen die USB-C-Ports, die Kühlung sowie die Tastatur, und die Webcam wurde sinnvoller.
    Ein Test von Marc Sauter und Sebastian Grüner

    1. Ultrabook Dell hat das XPS 13 ruiniert
    2. XPS 13 (9370) Dells Ultrabook wird dünner und läuft kürzer
    3. Ultrabook Dell aktualisiert XPS 13 mit Quadcore-Chip

    BeA: Rechtsanwaltsregister wegen Sicherheitslücke abgeschaltet
    BeA
    Rechtsanwaltsregister wegen Sicherheitslücke abgeschaltet

    Das deutsche Rechtsanwaltsregister hat eine schwere Sicherheitslücke. Schuld daran ist eine veraltete Java-Komponente, die für einen Padding-Oracle-Angriff verwundbar ist. Das Rechtsanwaltsregister ist Teil des besonderen elektronischen Anwaltspostfachs, war aber anders als dieses weiterhin online.
    Eine Exklusivmeldung von Hanno Böck

    1. BeA Secunet findet noch mehr Lücken im Anwaltspostfach
    2. EGVP Empfangsbestätigungen einer Klage sind verwertbar
    3. BeA Anwälte wollen Ende-zu-Ende-Verschlüsselung einklagen

      •  /