Telekom: Bundesnetzagentur stellt Missbrauchsverfahren ein
Ende 2007 war es zu zum Teil erheblichen Verzögerungen bei der Bereitstellung von TAL für Wettbewerber der Telekom gekommen. Zahlreiche Kunden, die bei den Konkurrenten der Telekom einen DSL-Anschluss bestellt hatten, mussten zum Teil mehrere Wochen und Monate auf ihren Anschluss warten.
Aufgrund entsprechender Anträge zweier betroffener Wettbewerbsunternehmen hatte die Bundesnetzagentur Ende 2007 zwei Missbrauchsverfahren gegen die Telekom eingeleitet und im Rahmen dieser Verfahren umfangreiche Ermittlungen angestellt: "Diese ergaben zahlreiche Details der TAL-Bereitstellung, die in der Summe erhebliche Zweifel an der Unbedenklichkeit der bisherigen Bereitstellungspraxis aufkommen ließen" , so die Bundesnetzagentur, die ihre Missbrauchsverfahren nur deshalb einstellte, "weil die Deutsche Telekom unter dem Druck möglicher Entscheidungen den Auftragsstau abgebaut hat" und sich "mit den Beschwerde führenden Wettbewerbern vertraglich auf verbesserte Bedingungen für die Bestellung und die Bereitstellung von TAL geeinigt" hat.
Darüber hinaus hat die Telekom gegenüber der Bundesnetzagentur eine Selbstverpflichtungserklärung abgegeben, laut der sie die verbesserten vertraglichen Bedingungen für die TAL-Bereitstellung diskriminierungsfrei allen TAL-Nachfragern anbieten wird. Auch will die Telekom ihre Auftragsbearbeitung anpassen, damit die bestellten TAL künftig fristgerecht bereitgestellt werden können. Sie wird die Bundesnetzagentur in den kommenden 18 Monaten zudem regelmäßig über die Situation bei der TAL-Nachfrage und -Bereitstellung unterrichten.
Ein weiteres Verfahren zur Umschaltung von TAL zugunsten von Wettbewerbern auch an Samstagen wurde ebenfalls eingestellt, nachdem die Telekom sich freiwillig zu einem entsprechenden Angebot bereiterklärt hatte.



