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Bundestag verschärft Jugendschutz

Kennzeichnung von Computerspielen wird gesetzlich festgeschrieben

Der Bundestag hat mit den Stimmen der Großen Koalition eine Novelle des Jugenschutzgesetzes verabschiedet, die das Kabinett im Dezember 2007 beschlossen hatte. Mit dem Gesetz sollen Kinder und Jugendliche besser vor sogenannten "gewaltbeherrschten Computerspielen" geschützt werden. Kritiker bezweifeln, dass das funktioniert.

Artikel veröffentlicht am , Meike Dülffer

Konkret werden mit der Gesetzesnovelle die Kriterien, nach denen Gewaltdarstellungen in Medien und Spielen auf den Index gesetzt werden, erweitert. Spiele mit "besonders realistischen, grausamen und reißerischen Gewaltdarstellungen und Tötungshandlungen", die "das mediale Geschehen selbstzweckhaft beherrschen", sollen indiziert werden. Für Jugendliche verboten waren bislang Gewalt oder Krieg "verherrlichende" Computerspiele.

Inhalt:
  1. Bundestag verschärft Jugendschutz
  2. Bundestag verschärft Jugendschutz

Außerdem wird festgeschrieben, welche Größe die Alterskennzeichungen der Freiwilligen Selbstkontrolle der Filmwirtschaft (FSK) und der Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle (USK) auf Computerspielen haben müssen: künftig "mindestens 1200 Quadratmillimeter" auf der Verpackung und 250 Quadratmillimeter auf dem Bildträger.

Um die Gesetzesnovelle, die von Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen (CDU) initiiert worden war, hatte es eine lebhafte Diskussion gegeben. Während von der Leyen darin eine Antwort auf die Debatte über den Zusammenhang zwischen gewalttätigen Computerspielen und Amokläufen von Jugendlichen sieht, halten die Oppositionsparteien FDP und die Linke eine Gesetzsnovelle für den falschen Weg. Sie glauben nicht, dass der Schutz von Jugendlichen vor Gewaltdarstellungen so verbessert wird und fordern vielmehr bessere Vermittlung von Medienkompetenz und setzen auf Selbstkontrolle der Wirtschaft. Die Grünen sind zwar mit der neuen Kennzeichnung einverstanden, halten die neue Indizierung aber für überflüssig.

Im Bundestag bezeichnete Kai Gehring von Bündnis90/Die Grünen vor der Abstimmung das Gesetz als "Mininovelle", die Aktivität lediglich vorgaukle. "Wir erheben nicht den Anspruch auf Vollkommenheit", rechtfertigte Jürgen Kucharczyk von der SPD-Fraktion die Novelle, "im Bereich Online haben wir die Herausforderung noch zu bestehen".

Bundestag verschärft Jugendschutz 
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das-loch 14. Mai 2008

Das is doch ohne sinn mit dem killerspielen .Als ob ich wen ich ein baller spie spiele...

JanZmus 10. Mai 2008

Danke, ich fand es interessant ... und erschreckend. Ich glaube, dass viele Eltern...

Somian 09. Mai 2008

ach so, was ist das denn für ein schwachsinn? das ändert ja überhaupt nix, außer die...

JanZmus 09. Mai 2008

Und ich kann beim besten Willen nicht erkennen, warum ein Jugendlicher dadurch zum...

kikimi 09. Mai 2008

Es mag sein, dass es dich nicht interessiert, allerdings ging es mir darum, ob man...


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