Zum Hauptinhalt Zur Navigation

TorrentSpy zu 111 Millionen US-Dollar verurteilt

US-Filmindustrie zwingt BitTorrent-Suchmaschine in die Knie. Zu einem Schadensersatz von rund 111 Millionen US-Dollar wurden die Betreiber der BitTorrent-Suchmaschine TorrentSpy verurteilt. Geklagt hatten einige US-Filmstudios.
/ Jens Ihlenfeld
85 Kommentare News folgen (öffnet im neuen Fenster)

Bereits seit dem 24. März 2008 ist die Website TorrentSpy.com offline, freiwillig, wie auf der Seite zu lesen ist. Dem gingen allerdings einige Niederlagen vor Gericht voraus. So wurde TorrentSpy vorgeworfen, Nutzerdaten aufzuzeichnen und Beweise vernichtet zu haben .

Waren die Scharmützel vor Gericht bislang eher ein Vorgeplänkel, kommt für die TorrentSpy-Betreiber nun offenbar das dicke Ende: Die US-Bezirksrichterin Florence-Marie Cooper verurteilte die TorrentSpy-Betreiber(öffnet im neuen Fenster) zu einem Schadensersatz von 30.000 US-Dollar für jede begangene Urheberrechtsverletzung, von denen 3.699 nachgewiesen wurden. Somit ergibt sich insgesamt eine Schadensersatzsumme von 110,97 Millionen US-Dollar.

Die Richterin sah es als erwiesen an, dass die BitTorrent-Suchmaschine die Urheberrechte der klagenden Filmstudios, darunter Columbia Pictures, Disney, Paramount Pictures, Tristar Pictures, 20th Century Fox und Warner Bros., verletzt hat. Sie untersagte zudem den weiteren Betrieb der BitTorrent-Suchmaschine.

Der Verband der US-Filmindustrie, MPAA, feiert das Urteil als wichtigen Sieg. Die hohe Schadensersatzsumme zeige, dass BitTorrent-Suchmaschinen wie TorrentSpy illegal seien.


Relevante Themen