Böse Publisher - gute Spieleentwickler?

Podiumsdiskussion mit Vertretern der deutschen Publisher- und Entwicklerszene

Böse Publisher, gute Entwickler - Finanzkraft gegen Kreativität? Auf der Entwicklerkonferenz 2008 in Berlin trafen sich Vertreter beider Seiten auf der Bühne zum Streitgespräch. Trotz vieler Übereinstimmungen gab es größere Meinungsverschiedenheiten.

Artikel veröffentlicht am ,

Teut Weidemann
Teut Weidemann
Erst mal ging es um Spaß: "Wer hat eigentlich den spannenderen Job?", fragte Marko Hein von THQ zum Anfang der Podiumsdiskussion "Die Schlacht von Gut und Böse - Developer versus Publisher". Teut Weidemann, deutscher Entwicklerveteran mit Publisher-Erfahrung, war sich sehr sicher: "Der Job als Entwickler macht mehr Spaß - wenn mein Sohn sagt, 'das hat Papa' gemacht, das ist schon ein tolles Gefühl." Aber auch Markus Windelen, COO bei dtp, hat Spaß am Job: "Beim Publisher wird sehr viel Kreativität beim Marketing, Networking und so weiter verlangt."

Inhalt:
  1. Böse Publisher - gute Spieleentwickler?
  2. Böse Publisher - gute Spieleentwickler?

Arne Peters und Markus Windelen
Arne Peters und Markus Windelen
Ein großes Thema beim Berliner Gipfeltreffen waren auch die Pitches - also die Präsentationen und Verhandlungen, in deren Verlauf die Entwickler ihre Projekte verschiedenen Publishern vorstellen, um Verträge mit langfristiger Finanzierung abzuschließen. Ein konfliktanfälliger Prozess, bei dem es immer wieder kracht. Guido Eickmeyer, Executive Producer bei Koch Media, berichtet über seine Erfahrungen: "Die überwiegende Mehrheit der Pitches landet im Papierkorb. Wir machen Produkte nicht, um uns zu verwirklichen. Der einzige sinngebende Weg ist, in einen Markt reinzugehen, und den Markt zu bedienen." Auch Arne Peters, COO bei CDV, glaubt, dass Studios oft zu viel fordern: "Ein kleines Studio, das noch keine Produkte entwickelt hat, hat einen ganz anderen Background als ein etablierter Entwickler."

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