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Spiele-Bundesverband gegen Jugendschutz-Änderungen

Verband fordert Einbeziehung technischer Lösungen für die Altersfreigabe

Der Bundesverband Interaktive Unterhaltungssoftware (BIU) kritisiert Änderungen beim Jugendschutz, die der Deutsche Bundestag demnächst beschließen will. Eine neue Richtlinie über die Größe der Altersfreigabe-Sticker auf Verpackungen führe am Ziel vorbei. Außerdem fordert der BIU, dass Onlinespiele von der Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle (USK) geprüft werden.

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Der Bundestag stimmt am Donnerstag, dem 8. Mai 2008, über eine Novelle des Jugendschutzgesetzes ab. Die Änderungen stammen aus dem Familien- und Gesundheitsministerium und sehen vor, dass die USK-Aufkleber auf Spieleverpackungen künftig größer sind. Der BIU ist allerdings der Meinung, dass "weniger die Größe, sondern eher Gestaltung und Wortlaut der Alterskennzeichen problematisch sind". Der Verband schlägt vor, dass statt der Bezeichnung "Freigegeben ab XX Jahren gemäß § 14 JuSchG" einfach eine Altersangabe in Zahlen wie 0, 6, 12, 16 und 18 sichtbar ist. Nebenbei würden so die leicht zu missverstehenden Formulierungen "Ohne Altersbeschränkung" und "Keine Jugendfreigabe" hinfällig.

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Der BIU weist darauf hin, dass alle aktuellen Spielkonsolen und vermehrt auch die PC-Plattformen über Altersabfragesysteme verfügen, die bei jedem Spielstart ein digitales Alterskennzeichen der Software mit der im Spielerprofil voreingestellten Altersangabe abgleichen können. Der BIU fordert, derartige Systeme mit in den gesetzlichen Altersfreigabeprozess einzubeziehen.

Außerdem kritisiert der BIU, dass sich das neue Gesetz nicht mit Onlinespielen beschäftigt. Der Verband möchte, dass die USK künftig auch für digital vertriebene Spiele oder Browser-Games zuständig ist. Nach aktueller Rechtslage fallen derartige Titel unter den Jugendmedienschutzstaatsvertrag und müssten von der Kommission für Jugendmedienschutz der Landesmedienanstalten (KJM) geprüft werden, die dies jedoch nicht tut. "Hier sollte das Änderungsgesetz ansetzen und die Alterskennzeichnung durch die USK unabhängig vom Verbreitungsweg ermöglichen", fordert BIU-Geschäftsführer Olaf Wolters. "Denn nur so können Verbraucher, Eltern und Lehrer die Kennzeichnung als verlässliche Orientierungshilfe bei der Wahl altersgerechter Computer- und Videospiele nutzen."



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solarstaub 13. Jun 2008

ich finds zwar super, dass sich leute nen kopf machen und auch nach möglichen umsetzungen...

aßerdem 07. Mai 2008

So kenne ich das auch. Eltern sind bei der Erziehung gefragt, denn Politiker können mit...

Foolx 07. Mai 2008

Der Staat muss es nicht, er WILL es. Leider sehen die meisten Eltern nicht, dass es ihre...

Foolx 07. Mai 2008

Sowohl beim Kauf von Software, als auch beim Kauf von Alkohol, zeigen viele Kassen...

Harkan57 07. Mai 2008

Eine Prüfung durch die USK kostet ganz schnell mal 500 bis 1.000€. Welcher Entwickler von...


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