AMD erhebt neue Anschuldigungen gegen Intel
Aktuell werden Dell, IBM und Hewlett-Packard genannt, weiter fallen die Namen Acer und Lenovo sowie eine Reihe japanischer Hersteller, berichtet das Wall Street Journal(öffnet im neuen Fenster) .
Viele Angaben sind in dem 108 Seiten starken Dokument aber geschwärzt, da laut einem Gerichtsbeschluss auf diesem Weg keine Geschäftsgeheimnisse offengelegt werden dürfen. AMD-Anwalt Charles P. Diamond von der Kanzlei O'Melveny & Myers LLP in Los Angeles sagte dem Blatt: "Alles was man gerne lesen würde, ist geschwärzt. Wir nennen Ross und Reiter, wir nennen Namen."
Intel hält dagegen, man habe keine wettbewerbsrechtlichen Verfehlungen begangen. Rabatte seien auf dem Markt für Mikroprozessoren üblich. "AMDs Beschwerde über Intels Rabattpolitik läuft darauf hinaus, sich darüber zu beklagen, dass Intel ein effizienterer Wettbewerber ist" , erklärte Intel in einer Erwiderung auf die Eingabe des Prozessgegners.
AMD hatte im Sommer 2005 in den USA die Kartellklage gegen seinen großen Rivalen Intel eingereicht, da dieser weltweit Unternehmen mit illegalen Anreizen davon abgehalten habe, Chips von AMD zu kaufen. Damit habe Intel sein Monopol im Markt für x86-Prozessoren mit illegalen Methoden verteidigt.
Die Europäische Kommission hatte am 12. Februar 2008 erneut Durchsuchungen in den Münchener Büros von Intel durchgeführt. Von der Aktion sollen auch PC-Händler wie die Media/Saturn-Gruppe betroffen gewesen sein. Seit Juli 2007 läuft auch ein offizielles Verfahren der EU zur Untersuchung von Intels Geschäftsmethoden.