• IT-Karriere:
  • Services:

Scotland Yard: Videoüberwachung weitgehend erfolglos

"Wir brauchen bessere Überwachung!"

Laut Scotland Yard tragen die Millionen Videokameras, die in Großbritannien den öffentlichen Raum überwachen, weder zur Verbrechensvorbeugung noch zur Verbrechensbekämpfung in nennenswertem Umfang bei.

Artikel veröffentlicht am ,

In Großbritannien sind mehr Überwachungskameras installiert als in fast jedem anderen Land der Welt. Allein in London sind mehr als 10.000 Videokameras im Einsatz, im ganzen Land mehrere Millionen. Milliardeninvestitionen in die Videoüberwachung sollten dazu beitragen, Verbrecher abzuschrecken und Verbrechen leichter aufzuklären. Die Rechnung geht jedoch nicht auf.

Stellenmarkt
  1. Hays AG, Dortmund,Düsseldorf
  2. ifp ? Personalberatung Managementdiagnostik, Rheinland

Bereits im vergangenen Jahr hatten Abgeordnete des Londoner Stadtparlaments die Polizeistatistiken auf den Nutzen der großflächigen Videoüberwachung hin überprüft und waren zu dem ernüchternden Ergebnis gekommen, es gebe keinen Beleg dafür, dass mehr Überwachungskameras eine höhere Aufklärungsquote bei Verbrechen nach sich ziehen.

Dieser Befund wurde jetzt durch Scotland Yard bestätigt. Detective-Chief-Inspector Mick Neville, verantwortlich für die Videoüberwachung, berichtete laut dem britischen Guardian auf einer Sicherheitskonferenz in London von den mageren Ergebnissen der teuren Überwachung: "Milliarden Pfund wurden dafür ausgegeben, aber kein Gedanke wurde darauf verschwendet, was die Polizei mit den Bildern anfangen wird, und wie sie vor Gericht verwendet würden. Das Ganze ist ein vollkommenes Fiasko: Nur 3 Prozent der Verbrechen wurden mit Hilfe von Videokameras aufgeklärt. Niemand hat Angst vor den Kameras. Warum haben die Leute keine Angst davor? [Sie denken], dass die Kameras nicht funktionieren."

Um die Erfolgsquote der Videoüberwachung zu steigern, sind laut Scotland Yard eine ganze Reihe von Maßnahmen nötig. So wird vorgeschlagen, eine neue Datenbank zur automatischen Identifizierung von Bildern Verdächtiger zu installieren, Bilder von mutmaßlichen Räubern und Vergewaltigern ab dem kommenden Monat im Internet zu veröffentlichen und eine weitere Videoüberwachungsdatenbank mit Bildern verurteilter Verbrecher und noch nicht identifizierten Verdächtigen einzurichten. Bei der Auswertung der gespeicherten Daten sollen Softwarelösungen zum Einsatz kommen, die beispielsweise Verdächtige anhand der Logos auf ihrer Kleidung erkennen können. Auch sollten die Polizisten in der Beschaffung und Auswertung von Bildmaterial aus Videokameras besser ausgebildet werden.

In London wurde bereits mit der Umsetzung der neuen Maßnahmen begonnen. In den betroffenen Gebieten helfe die Videoüberwachung inzwischen, 15 bis 20 Prozent der Straßenraubfälle aufzuklären. Mick Neville wies zugleich darauf hin, dass die verstärkte Videoüberwachung "mit Befürchtungen vor Big Brother" in ein Gleichgewicht gebracht werden müsse. Dazu seien entsprechende Vorkehrungen zu treffen. [von Robert A. Gehring]

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Anzeige
Hardware-Angebote

Robf 06. Mai 2008

Na klar. Die Engländer wissen üblicherweise mehr zum Thema Hitlerdeutschland als zu ihrer...

Zelos 06. Mai 2008

Noch vor Jahren im Osten, oder auch früher in den 30er Jahren waren solche Überwachungsma...

Sucher 06. Mai 2008

Am Anfang des Artikels dachte ich, Scotland Yard würde der .uk-Regierung (und allen...

uzhttp: 06. Mai 2008

Mick Neville wies zugleich darauf hin, dass die verstärkte Videoüberwachung "mit...

Anonymous 06. Mai 2008

anstatt das Geld der HW-Industrie in den Rachen zu werfen sollten die sich um soziale...


Folgen Sie uns
       


Samsung QLED 8K Q800T - Test

Samsungs preisgünstiger 8K-Fernseher hat eine tolle Auflösung, schneidet aber insgesamt nicht so gut ab.

Samsung QLED 8K Q800T - Test Video aufrufen
Programm für IT-Jobeinstieg: Hoffen auf den Klebeeffekt
Programm für IT-Jobeinstieg
Hoffen auf den Klebeeffekt

Aktuell ist der Jobeinstieg für junge Ingenieure und Informatiker schwer. Um ihnen zu helfen, hat das Land Baden-Württemberg eine interessante Idee: Es macht sich selbst zur Zeitarbeitsfirma.
Ein Bericht von Peter Ilg

  1. Arbeitszeit Das Sechs-Stunden-Experiment bei Sipgate
  2. Neuorientierung im IT-Job Endlich mal machen!
  3. IT-Unternehmen Die richtige Software für ein Projekt finden

Weclapp-CTO Ertan Özdil: Wir dürfen nicht in Schönheit und Perfektion untergehen!
Weclapp-CTO Ertan Özdil
"Wir dürfen nicht in Schönheit und Perfektion untergehen!"

Der CTO von Weclapp träumt von smarter Software, die menschliches Eingreifen in der nächsten ERP-Generation reduziert. Deutschen Perfektionismus hält Ertan Özdil aber für gefährlich.
Ein Interview von Maja Hoock


    Fiat 500 als E-Auto im Test: Kleinstwagen mit großem Potenzial
    Fiat 500 als E-Auto im Test
    Kleinstwagen mit großem Potenzial

    Fiat hat einen neuen 500er entwickelt. Der Kleine fährt elektrisch - und zwar richtig gut.
    Ein Test von Peter Ilg

    1. Vierradlenkung Elektrischer GMC Hummer SUV fährt im Krabbengang seitwärts
    2. MG Cyberster MG B Roadster mit Lasergürtel und Union Jack
    3. Elektroauto E-Auto-Prämie übersteigt in 2021 schon Vorjahressumme

      •  /