OpenOffice.org unterstützt ODF nicht richtig
Bei seinen Tests(öffnet im neuen Fenster) kam Brown zu dem Schluss, dass OpenOffice.org das von der ISO standardisierte OpenDocument-Format (ODF) nicht korrekt unterstützt. Daher würden auch keine XML-Dokumente existieren, die dem ISO-Standard entsprechen. Laut Brown gibt es ferner einen Fehler in ODF selbst, der verhindert, dass standardkonforme Dokumente erzeugt werden. Dieser könne aber einfach behoben werden.
Die OpenOffice.org-Entwickler hingegen gaben gegenüber ZDNet UK(öffnet im neuen Fenster) an, dass Brown zum einen den ODF-Validator falsch gestartet hätte. Zum anderen habe er OpenOffice.org 2.4 verwendet, das aber Dateien als ODF 1.1 speichert - nur ODF 1.0 ist jedoch von der ISO standardisiert und ODF 1.1 wurde ihr auch nicht vorgelegt.
Der IBM-Mitarbeiter Rob Weir schreibt(öffnet im neuen Fenster) ebenfalls, Brown habe die Tests falsch durchgeführt und anstatt um Hilfe zu bitten, seine Ergebnisse einfach veröffentlicht. Auch er macht auf das Problem aufmerksam, dass Brown versuchte, ODF-1.1-Dokumente mit einem ODF-1.0-Test zu validieren.
Vor kurzem hatte Brown mit ähnlichen Tests festgestellt, dass Microsoft Office das als Konkurrenz zu ODF geschaffene OOXML selbst nicht richtig unterstützt. Diese Tatsache wurde allerdings auch schon während des ISO-Standardisierungsprozesses für OOXML bekannt - schließlich setzt Microsoft Office nicht exakt die von der ECMA und später der ISO standardisierten Spezifikationen um.