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Interview: "Virtualisierung bleibt ein großes Thema"

Golem.de: Dennoch hat AMD die Spezifikationen für ATI-Grafikkarten geöffnet, Intel hat seine Grafikspezifikationen offengelegt und auch Via will Dokumentationen veröffentlichen. Wie lange also wird Nvidia sich noch sträuben können?

Morton: Ich weiß es nicht. Aber ich gehe davon aus, dass die Grafikchips immer weiter in den Prozessor hereinrücken. Dieser technische Wandel wird für Nvidia ein viel größeres Problem darstellen. Also warten wir ab...

Golem.de: Vor zwei Jahren sagten Sie auch, dass Sie es Binärtreibern langsam aber sicher immer schwerer machen würden. Nun gab es während der Entwicklung von Linux 2.6.25 schon entsprechende Änderungen, die teilweise zurückgenommen wurden. Wie lange unterstützen Sie noch Closed-Source-Treiber?

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Morton: Bisher haben wir noch keine technischen Maßnahmen ergriffen, damit illegale Treiber nicht mehr funktionieren. Es gab also keine Änderung, die explizit verhindert, dass der Nvidia-Treiber geladen werden kann - so weit würden wir nicht gehen. Dass der Ndiswrapper, mit dem sich Windows-Netzwerktreiber unter Linux laden lassen, plötzlich nicht mehr funktionierte, war ein Versehen. Das haben wir behoben, auch wenn wir nicht unbedingt etwas von Ndiswrapper halten. Aber wir haben nichts absichtlich sabotiert. Der Nvidia-Treiber funktioniert ja öfters nicht. Wir zerstören ihn nicht absichtlich. Aber wir halten auch keine Änderungen am Kernel zurück, nur weil danach Nvidias Grafiktreiber nicht mehr funktioniert. Nvidia wird dieses Problem beheben - das ist die Folge ihrer Entscheidung für einen Closed-Source-Treiber.

Golem.de: Xen galt lange als große Funktion, die irgendwann einmal in den Kernel gelangen soll. Nun ist die Virtualisierungslösung schon teilweise aufgenommen, das neue Dateisystem Ext4 wird aktiv im Kernel entwickelt. Was wird das nächste große Thema in der Kernel-Entwicklung?

Morton: Virtualisierung bleibt ein großes Thema, wir sehen das alleine daran, wie aktiv an KVM gearbeitet wird. In den kommenden ein oder zwei Jahren wird meiner Meinung nach am meisten im Bereich der Container-Virtualisierung passieren. Wir arbeiten schon sehr viel daran, aber ich weiß nicht, ob wir alle Funktionen in den Kernel bekommen werden. Ob es also beispielsweise möglich sein wird, ohne zusätzliche Patches Container von einer auf eine andere Maschine zu schieben und dort weiterlaufen zu lassen. Meine Herausforderung an die Entwickler ist, dass ich Red Hat und Suse auf demselben Rechner gleichzeitig laufen lassen möchte. Das wird schwer, aber letzten Endes sollten wir dazu in der Lage sein. Hier ist viel Arbeit nötig, die viele Subsysteme berührt. Wenn wir ausreichend Leute von verschiedenen Firmen haben, die gut zusammenarbeiten, dann sollten wir eine gute Container-Lösung im Kernel bekommen.

 Interview: "Virtualisierung bleibt ein großes Thema"

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Torben 10. Mai 2008

http://hannovernet.org Informatikstudenten halt...

ssssssssssssssssss 06. Mai 2008

du hast ne internetmaschine ohne die treiber für irgendwelche hardware die du da nich...

Lieber Mercedes-SL 06. Mai 2008

Nochmal glück gehabt ;)



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