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Interview: "Virtualisierung bleibt ein großes Thema"

Golem.de: Kürzlich wurde der neue Entwickler-Kernel "Linux-next" vorgestellt, der Ihnen Arbeit abnehmen soll. Was genau ist die Idee hinter Linux-next?

Morton: Ein Aspekt ist, mein Arbeitspensum zu verkleinern, da nicht mehr alle Neuerungen durch meinen Zweig in Linus' Kernel-Zweig fließen. Es gibt aber noch andere Gründe. Mir haben einige Entwickler die Arbeit erheblich erschwert, indem sie Änderungen an Code durchführten, mit dem sie nicht vertraut waren. Der Quelltext war nicht Teil des von ihnen betreuten Subsystems und sie haben ihn trotzdem geändert. Was ist passiert? Wenn ich Änderungen des betroffenen Subsystems aufgenommen habe, ist ein Haufen neuer Probleme entstanden. Die Entwickler waren undiszipliniert und ich hatte das Gefühl, dass eine zusätzliche Stimme (Stephen Rothwell betreut Linux-next, Anm.d.Verf.) dafür sorgen könnte, die Disziplin zu erhöhen.

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Linux-next wird außerdem täglich erstellt, während ich meinen Entwicklungszweig nur alle ein bis zwei Wochen aktualisiere. Jeder sieht nun schneller, welche Auswirkungen seine Änderungen auf den gesamten Kernel haben. Ich hoffe also, dass die Maintainer nun besser als bisher zusammenarbeiten. Davon abgesehen setzt Linux-next wie auch Linus' Zweig auf das Git-Versionsverwaltungssystem, was die Arbeit für viele Programmierer erleichtert.

Externe Programmierer haben außerdem eine neue Basis für ihre Entwicklungen. Denn häufig arbeiten sie mit dem gerade stabilen Kernel, was sie aber nicht tun sollten, denn wir widmen uns ja schon wieder der nächsten Version. Um die sollten sie sich ebenfalls kümmern - und das können sie mit Linux-next.

Golem.de: LinuxDevices.com schrieb kürzlich, dass Sie auf der Embedded Linux Conference den Wunsch nach einem Embedded-Spezialisten unter den Kernel-Entwicklern geäußert haben. Wofür brauchen Sie den?

Morton: Ich bin mir nicht sicher, ob ich das wirklich so gesagt habe. Wir bekommen relativ wenig Embedded-Code im Vergleich zur kommerziellen Bedeutung, den dieser Bereich hat. Es gibt viele Embedded-Geräte, auf denen Linux läuft, doch wir bekommen von diesen Entwicklungen nicht viel zurück. Die Situation verbessert sich allerdings. Endgeräteproduzenten wie Samsung und Sony tun etwas. Ich will niemanden beschuldigen. In vielen Fällen ist es für die Entwickler wirtschaftlich nicht sinnvoll, ihren Code in den Kernel zu bringen. Aber in einigen Fällen ist es sinnvoll, es kostet nur Zeit. Diese Änderungen intern zu halten, ist ein Fehler.

Normalerweise braucht eine Firma dafür drei bis vier Jahre, und in dieser Zeit verpassen sie alle Änderungen, die wir am Kernel durchführen. So werde ich ihren eingereichten Code natürlich nicht an Linus weiterreichen. Wir bekommen also nicht so viele Beiträge von Embedded-Entwicklern wie wir sollten und wie man aufgrund der Größe der Embedded-Industrie erwarten könnte, was aber nicht heißt, dass jemand etwas falsch macht.

Golem.de: Gibt es heute noch Hardware, die Sie als Linux-Kernel-Entwickler als problematisch ansehen? Wo ist mehr Arbeit nötig?

Morton: Nvidia ist ganz offensichtlich ein Problem, ebenso wie einige Hersteller von WLAN-Karten. Aber Atheros hat gerade erst einen Linux-Entwickler eingestellt, was mich, ehrlich gesagt, nicht überrascht. Ich habe früher mit ihnen zusammengearbeitet und sie sind wirklich vernünftig.

Hardware scheint ein sich selbst korrigierendes Problem zu sein. Linux' Marktanteil ist heute so groß, dass ein Hersteller, dessen Geräte wir nicht unterstützen, allen Grund hat, das zu ändern. Nvidia und WLAN-Hersteller sind allerdings spezielle Fälle, da es hier um Desktops und Notebooks geht und unser Marktanteil auf diesen Geräten nicht so bedeutend ist.

 Interview: "Virtualisierung bleibt ein großes Thema"Interview: "Virtualisierung bleibt ein großes Thema" 

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Torben 10. Mai 2008

http://hannovernet.org Informatikstudenten halt...

ssssssssssssssssss 06. Mai 2008

du hast ne internetmaschine ohne die treiber für irgendwelche hardware die du da nich...

Lieber Mercedes-SL 06. Mai 2008

Nochmal glück gehabt ;)



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