TomTom will Zuliefer-Geschäft für Automobilbranche ausbauen

Hoffen auf einen "ersten Vertragsabschluss noch im laufenden Jahr

Der niederländische Navigationsgeräte-Anbieter TomTom will das Geschäft mit der Automobilindustrie massiv ausbauen. "Wir entwickeln da eigene Lösungen", sagte TomTom-Chef Harold Goddjin der Wirtschaftszeitung Euro am Sonntag. Derzeit liefert TomTom bereits eine portable Navigationsausrüstung für den Toyota Yaris.

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Künftig will das Unternehmen auch fest ins Fahrzeugcockpit installierte Produkte entwickeln. Man ziele dabei nicht auf das Premiumsegment, sondern auf den Massenmarkt. Er hoffe auf einen "ersten Vertragsabschluss noch im laufenden Jahr", erklärte Goddjin.

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Automobilhersteller haben sehr lange Produktzyklen, hohe Sicherheitsanforderungen und die jeweilige Elektronik wird entsprechend eingesetzt, so dass die fest eingebauten Navigationssysteme schnell veralten - zumindest im Vergleich zu den immer neuen mobilen Navis von TomTom, Garmin und Co. TomTom wird sich entsprechend anpassen und sich gegen Becker und andere behaupten müssen. Man darf gespannt sein, ob TomTom mit neuen Aktualisierungsmethoden den Markt für festinstallierte Navis beleben kann.

Ein eigenes Handy mit GPS-Funktion zur Navigation plant der Konzern Goddjin zufolge indes nicht: "Das ist nicht realistisch." Damit wählt TomTom einen anderen Weg als führende Wettbewerber. Erst unlängst hatte US-Wettbewerber Garmin ein entsprechendes Gerät unter der Bezeichnung Nüviphone angekündigt.

Zudem bereitet das Unternehmen den deutschen Marktstart für seinen neuen Verkehrsservice "HD-Traffic" vor. Es soll mit Hilfe anonymisierter Mobilfunkdaten deutlich aktuellere Stauwarnungen bringen als bisher. In den Niederlanden ist HD-Traffic bereits verfügbar. Im vierten Quartal 2008 solle das Angebot auch auf den deutschen Markt kommen, so Goddijn. Bisher hatte das Unternehmen für Deutschland lediglich einen Start in der zweiten Jahreshälfte in Aussicht gestellt.

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