Telekom prüft Übernahme von US-Mobilfunkbetreiber Sprint (U)

Bonner Konzern will sich an die Spitze des US-Marktes kaufen

Die Deutsche Telekom erwägt eine Übernahme oder Beteiligung an Sprint Nextel, dem drittgrößten Mobilfunkanbieter in den USA. Wie der Spiegel berichtet, analysieren Telekom-Manager und ihre US-Kollegen derzeit diverse Optionen eines Kaufs oder eines Zusammenschlusses.

Artikel veröffentlicht am ,

Zusammen mit T-Mobile USA, so das Blatt, könnte ein Gemeinschaftsunternehmen in einem Schritt zum bisherigen US-Marktführer AT&T Wireless aufschließen. Noch gebe es aber kein Angebot und keine offiziellen Verhandlungen. Allerdings stehe das Projekt Sprint auf der Prioritätenliste des Bonner Konzerns weit oben. Ein Grund dafür sei der auf rund 22 Milliarden Dollar gesunkene Börsenwert von Sprint, der seit einiger Zeit mit technischen Problemen zu kämpfen habe. Begünstigt durch die momentan sehr günstigen Euro-Dollar-Wechselraten und den niedrigen Sprint-Aktienkurs gelte der Konzern nach Ansicht von Analysten zurzeit als Schnäppchen. So müsste die Telekom pro Kunde deutlich weniger zahlen als bei der Übernahme von Voicestream vor sieben Jahren.

Die Telekom selbst wollte gegenüber dem Magazin keine Stellung nehmen. "Marktgerüchte kommentieren wir nicht", hieß es aus Bonn.

Nachtrag vom 5. Mai 2008, 11:00 Uhr:
Wie das Wall Street Journal berichtet, könne sich ein konkretes Angebot der Telekom für Sprint Nextel noch Wochen oder sogar Monate hinziehen. Sprint Nextel hat eine Marktkapitalisierung von 22 Milliarden US-Dollar. Ende Dezember 2007 habe T-Mobile USA 28,7 Millionen Kunden gezählt, so das Blatt weiter. Durch ein Zusammengehen mit Sprint Nextel könnte die Kundenbasis in den USA ungefähr verdreifacht werden.

Gegen den Kauf von Sprint Nextel spricht dagegen die unterschiedliche Netzwerktechnologie von T-Mobile USA und Sprint Nextel, was die Integration verkomplizieren und die Kosten in die Höhe treiben könne. Zudem sei ein Einschreiten der US-Regulierer gegen ein Zusammengehen der Nummer 3 und 4 am Markt möglich.

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