Abo
  • Services:

Elektronisches Haustier authentifiziert seinen Besitzer

Spaß mit einem biometrischen Dämon statt Stress mit vergessenen Passwörtern?

Zwei britische Forscher haben ein Konzept entwickelt, um Passwörter und PINs zu verwalten: Ein elektronisches Haustier identifiziert seinen Besitzer anhand biometrischer Merkmale und authentifiziert ihn bei Anwendungen und Geräten. Das Tier funktioniert jedoch nur, wenn der Besitzer in der Nähe ist. Wird es von ihm getrennt, verweigert es den Dienst.

Artikel veröffentlicht am ,

Passwörter und PINs sind wichtig. Schließlich soll nicht jeder unseren Computer starten, das Bankkonto plündern oder in unserem Namen online einkaufen. Aber sie haben auch einen Nachteil: Mit steigender Zahl an Diensten und Geräten, die eine Authentifizierung verlangen, wird es immer schwieriger, sich griffige Passwörter auszudenken. Außerdem wird die Gefahr des Vergessens größer.

Stellenmarkt
  1. Bundeskriminalamt, Wiesbaden
  2. Wacker Chemie AG, München

Abhilfe wollen die zwei britischen Forscher schaffen: Pamela Briggs, Psychologin und Informatikerin an der Northumbria University, und der Informatiker Patrick Olivier von der Universität in Newcastle haben deshalb ein neuartiges Werkzeug für die personalisierte Aufbewahrung und Organisation von Passwörtern ersonnen: den "biometrischen Dämon". Das ist ein digitales Haustier, das seinen Besitzer anhand biometrischer Merkmale erkennt und ihn gegenüber Anwendungen wie einem Geldautomaten authentifiziert.

"Unsere Lösung kombiniert die Strenge der biometrischen Authentifizierung mit der Freude an einem elektronischen Haustier - eine Metapher, die naturgemäß auf Personalisierung zielt", beschreiben die beiden Forscher ihren Ansatz.

Wie ein echtes Haustier wird auch das elektronische zunächst auf seinen Menschen geprägt. Das bedeutet, es speichert biometrische Merkmale wie den Gang des Menschen und seine Stimme und lernt so, ihn anhand dieser Merkmale zu erkennen. Aktive Zuwendung durch den Menschen, also Beschäftigung und Spiel mit dem Dämon, vertieft die Bindung zwischen Mensch und elektronischem Haustier.

So auf sein Herrchen geprägt, kann der Dämon nun seiner Aufgabe nachkommen und den Menschen authentifizieren, etwa an einem Geldautomaten. Allerdings ist das digitale Tierchen äußerst sensibel: Es arbeitet nur, wenn es ihm gut geht. Das Wohlbefinden hängt von der Nähe zum Menschen ab, also davon, dass es die biometrischen Merkmale des Menschen wahrnimmt. Erkennt also der Geldautomat, dass der Dämon glücklich ist, weiß er, dass dessen Begleiter der rechtmäßige Besitzer ist. Verliert das elektronische Haustier jedoch den Kontakt zum geliebten Menschen, verweigert es jegliche Aktivität und stirbt nach einer gewissen Zeit.

Als Ideengeber nennen die beiden den Fantasy-Autor Philip Pullman Pate: In dessen Romantrilogie "His Dark Materials", deren erster Teil "Der Goldene Kompass" kürzlich verfilmt wurde, werden die Protagonisten ständig von einem persönlichem Dæmon begleitet, der eine Art Repräsentation der Seele des Menschen darstellt. Beide, Mensch und Dæmon, können nur gemeinsam existieren. Ohne den Menschen stirbt der Dæmon.



Anzeige
Top-Angebote
  1. (u. a. Forza Motorsport 7 34,99€, Ark: Survival Evolved 23,99€, Mittelerde: Schatten des...
  2. 219€ (Vergleichspreis 251€)
  3. 19,89€ inkl. Versand (Vergleichspreis ca. 30€)

copious 05. Mai 2008

...das könnte man im ersten Mement denken. Denken tu ich aber auch, dass es ne...

Gast-Christian 05. Mai 2008

Stört mich dann eh nimmer

spezi 04. Mai 2008

LSD?

spezi 04. Mai 2008

Ja, nee, is klaar! Wenn ich nur 2 besitze, dann ists ok! Wie siehts bei 20 aus? wovon...

Thomas Rufener 03. Mai 2008

... ist mir beim Lesen dieser ... äh ... "Nachricht" entwichen. "Tamagotchi 2.0" könnte...


Folgen Sie uns
       


Golem.de spielt die Battlefield 5 Closed Alpha

Zwölf Stunden haben wir in der Closed Alpha des kommenden Shooters im Zweiten Weltkrieg Battlefield 5 verbracht - Zeit für eine erste Analyse der Änderungen.

Golem.de spielt die Battlefield 5 Closed Alpha Video aufrufen
Hasskommentare: Wie würde es im Netz aussehen, wenn es uns nicht gäbe?
Hasskommentare
"Wie würde es im Netz aussehen, wenn es uns nicht gäbe?"

Hannes Ley hat vor rund anderthalb Jahren die Online-Initiative #ichbinhier gegründet. Die Facebook-Gruppe schreibt Erwiderungen auf Hasskommentare und hat mittlerweile knapp 40.000 Mitglieder. Im Interview mit Golem.de erklärt Ley, wie er die Idee aus dem Netz in die echte Welt bringen will.
Ein Interview von Jennifer Fraczek

  1. Nutzungsrechte Einbetten von Fotos muss nicht verhindert werden
  2. Bundesnetzagentur UKW-Abschaltung abgewendet
  3. Drupalgeddon 2 115.000 Webseiten mit Drupallücken übernommen

Krankenversicherung: Der Papierkrieg geht weiter
Krankenversicherung
Der Papierkrieg geht weiter

Die Krankenversicherung der Zukunft wird digital und direkt, aber eine tiefgreifende Disruption des Gesundheitswesens à la Amazon wird in Deutschland wohl ausbleiben. Die Beharrungskräfte sind zu groß.
Eine Analyse von Daniel Fallenstein

  1. Imagen Tech KI-System Osteodetect erkennt Knochenbrüche
  2. Medizintechnik Implantat wird per Ultraschall programmiert
  3. Telemedizin Neue Patienten für die Onlinepraxis

Razer Huntsman im Test: Rattern mit Infrarot
Razer Huntsman im Test
Rattern mit Infrarot

Razers neue Gaming-Tastatur heißt Huntsman, eine klare Andeutung, für welchen Einsatzzweck sie sich eignen soll. Die neuen optomechanischen Switches reagieren schnell und leichtgängig - der Geräuschpegel dürfte für viele Nutzer aber gewöhnungsbedürftig sein.
Ein Test von Tobias Költzsch

  1. Huntsman Razer präsentiert Tastatur mit opto-mechanischen Switches
  2. Razer Abyssus Essential Symmetrische Gaming-Maus für Einsteiger
  3. Razer Nommo Chroma im Test Blinkt viel, klingt weniger

    •  /