Spieletest: GTA 4 - Der amerikanische Traum!

GTA 4
Natürlich gibt es auch bei diesem GTA wieder einiges zu meckern: Die Szenerie ist zwar unglaublich lebendig und glaubwürdig, vor allem dank der hervorragenden und oft ebenso drastischen wie humorvollen englischen Sprachausgabe. Technisch hat man trotzdem nicht das Gefühl, dass PS3 oder Xbox 360 hier an ihre Leistungsgrenzen gebracht werden: Zu ernsthaften Rucklern kommt es eigentlich nur dann, wenn wirklich extrem viel los ist - Explosionen, viele Vehikel, und detailreiche Umgebungen. Im Normalfall stellt das aber kein Problem dar. Die Kamera steht allerdings gelegentlich ungünstig, die Speicherpunkte nur zwischen den Missionen sind teils unfair, der Schwierigkeitsgrad nimmt gerade zum Ende hin wieder astronomisch zu. Überhaupt verzweifelt man nach dem eher einfachen Einstieg später öfter: Hat man es auf Grund diverser Missetaten später geschafft, einen hohen Fahndungsgrad zu erreichen - das Kontrollfeld der Polizei wird in der Mini-Karte angezeigt - ist ein Entkommen so gut wie unmöglich; wilde Verfolgungsjagden sind ebenso an der Tagesordnung wie die Flucht vor dem Polizeihubschrauber.

GTA 4
Der Multiplayer-Modus ist - für Mitglieder von Xbox Live und PlayStation Network - jederzeit über einen Menüpunkt im virtuellen Handy zu erreichen. Das Angebot ist groß: Rund 14 Spielmodi gibt es, darunter neben Team Deathmatch und Wettrennen auch etwas ungewöhnlichere. In "Turf War" etwa kämpfen zwei Parteien darum, mit ihren Autos zu bestimmten Stellen in Liberty City zu fahren und diese Orte möglichst lange zu besetzen. Eine anderer Modus heißt "Cops and Crooks" und weist einem Team die Rolle von Polizisten, einem anderen die Rolle der Gang "Crooks" zu. Die müssen ihren Boss sicher bis zu einem bestimmten Ziel bringen, während die Cops genau das verhindern wollen.
Die grafischen Unterschiede zwischen GTA 4 auf Xbox 360 und PlayStation 3 sind klein. Nur wer genau hinsieht, erkennt auf der PS3 die etwas schöneren Licht- und Schatteneffekte, deutlich echter aussehende Gesichter und plastischer, runder und einen Zack schickere Autos. Dafür sieht auf der Xbox die Stadt schöner aus, Details sind oft besser erkennbar, Texturen wirklich klarer, Kontraste größer. Insgesamt wirkt GTA 4 auf der Xbox 360 höher aufgelöst, auch die Kantenglättung funktioniert deutlich besser. Zwar wirkt die Grafik auf beiden Systemen erstklassig, im Zweifel rät Golem.de aber zur Xbox-360-Version; zumindest dann, wenn der generell höhere Geräuschpegel der Microsoft-Konsole das persönliche Wohlbefinden nicht stört.
Grand Theft Auto 4 ist derzeit exklusiv auf PlayStation 3 und Xbox 360 für jeweils rund 60 Euro erhältlich; eine PC-Fassung erscheint wahrscheinlich zum Jahresende, ist offiziell allerdings nicht angekündigt. Ein Alterssiegel hat das nur für Erwachsene geeignete Spiel wegen seiner Inhalte von der USK nicht erhalten.
Fazit:
Im Grunde ist GTA 4 über weite Strecken das Spiel, das man erwarten konnte - die Missionsabläufe sind oft überraschungsarm, die Mankos teils dieselben wie in früheren Spielen. Und trotzdem setzt der Titel Maßstäbe. Dafür sorgen sein ebenso ungewöhnlicher wie gleichzeitig ruppiger und humorvoller Held, die spannende Story, die lebendige Stadt und das grandiose Spielgefühl. Kaum ein Titel schafft es, mit einer so faszinierenden, pulsierenden Atmosphäre wie GTA 4 den Spieler über Tage hinweg komplett in seinen Bann zu ziehen. GTA 4 ist nicht perfekt; aber es ist eines der bislang fesselndsten und beeindruckendsten Spielerlebnisse.
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