Adobe veröffentlicht Flash-Spezifikationen
Neben Adobe stehen hinter dem Projekt namhafte Firmen wie die Chiphersteller ARM und Marvell sowie die Handyproduzenten Nokia und Motorola. Auch BBC, MTV und NBC – die das Flash-Format für Online-Videos verwenden – beteiligen sich an dem gemeinsamen Vorhaben, die Technik weiter zu verbreiten. Insbesondere mobile Geräte wie Handys und die neuen Mobile Internet Devices (MID) stehen dabei im Vordergrund. Aber auch um normale Desktop-Computer und Settop-Boxen geht es den Firmen.
So sollen sich so genannte Rich Internet Applications auf einer Vielzahl von Plattformen nutzen lassen. Um dabei einer Fragmentierung der Technik vorzubeugen, will Adobe eine einheitliche Laufzeitumgebung schaffen, die auf den mobilen Endgeräten automatisch per Datenverbindung aktualisiert wird.
Um den Flash-Einsatz attraktiver zu machen, hat Adobe die bisher für die SWF(öffnet im neuen Fenster) - (Flash) und FLV/F4V(öffnet im neuen Fenster) -Spezifikationen (Audio- und Videostreaming) geltenden Restriktionen gelockert und bietet diese als PDF zum Download an. Zuvor musste ein Lizenzvertrag mit Adobe geschlossen werden. Zusätzlich sollen die Schnittstellen des Flash-Players veröffentlicht werden, die nötig sind, um die Software auf andere Geräte zu portieren und auch die Cast- und AMF-Protokolle sollen offen gelegt werden.
Des Weiteren fallen ab der nächsten großen Flash-Veröffentlichung keine Lizenzgebühren mehr für Gerätehersteller an. Bisher müssen sie an Adobe zahlen, wenn sie ihre Produkte mit installiertem Flash Player ausliefern wollen. Diese Änderung gilt auch für das noch recht junge Adobe AIR .
Adobe hat damit zwar seine Bestimmungen gelockert, um ein freies Format handelt es sich bei Flash aber auch in Zukunft nicht. Microsoft macht Adobe mit seinem Silverlight zunehmend Konkurrenz – als Antwort darauf hat Adobe seine Technik AIR entwickelt.