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Novell fordert 19,9 Millionen US-Dollar von SCO

SCO-Chef: "Linux ist eine Unix-Kopie". Die Frage, wem das Copyright an Unix gehört, konnte Novell im vergangenen Jahr 2007 für sich entscheiden . Bleibt zu klären, wie hoch die Summe der Lizenzkosten ist, die SCO an Novell zahlen muss.
/ Julius Stiebert
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Seit Jahren währt der Streit um das Urheberrecht an Unix. Im August 2007 wurde es Novell zugesprochen. Nun hat die Verhandlung über die von SCO zu zahlende Summe begonnen. Novell fordert von SCO genau 19.979.561,- US-Dollar aus dem Lizenzgeschäft mit Unix, berichtet die Prozessbeobachtungsseite Groklaw(öffnet im neuen Fenster) . Laut Novell ergibt sich diese Summe aus SCOs Geschäften mit Firmen wie Microsoft, Sun und anderen.

SCO lehnt diese Forderungen jedoch ab. Während Novell alle Einnahmen aus unter der Marke SCOSource abgeschlossenen Geschäften beansprucht, meint SCO, die Lizenzverkäufe an Microsoft und Sun hätten andere Produkte betroffen. Daraus ergäben sich keine Ansprüche durch Novell, so SCO.

SCOs Chef Darl McBride bekräftige vor Gericht, Linux sei eine Unix-Kopie, berichtet Ars Technica(öffnet im neuen Fenster) . "Wir haben Beweise, dass System-V-Code in Linux ist" , so McBride. Zuvor hatte SCO Senior Vice President Chris Sontag ausgesagt, er habe nie eine Analyse des Linux-Kernels gesehen, es sei jedoch möglich, dass UnixWare-Code in Linux zu finden sei.

Im März 2003 hatte SCO eine Milliardenklage gegen IBM eingereicht. IBM habe unerlaubt Quelltexte aus Unix in Linux integriert und damit die Rechte von SCO verletzt, so der Vorwurf. Linux, so SCO weiter, sei damit ein illegales Unix-Derivat . Beweise für die Anschuldigungen blieb SCO bis heute schuldig.


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