Räumliches 3D mit künftigen Nvidia-Treibern
Räumliche Darstellung mit einfacher Farbfilterbrille
Nvidia will ab Sommer 2008 mithilfe eines Treiber-Updates Besitzern von GeForce-Grafikkarten die Möglichkeit anbieten, in Computerspielen auf Wunsch in einem räumlichen 3D-Modus anzutreten. Größte Herausforderung: Wie bewegt man Spieler zum Tragen von sonnenbrillenähnlichen Augengläsern?
Einfach den neuen Treiber installieren und schon können User in allen Spielen, die 3D und Polygone verwenden, auf Wunsch den Eindruck von räumlichem 3D erleben - laut Nvidia funktioniert das auf jedem Monitor und mit jedem PC. Einzige Voraussetzungen sind eine einigermaßen aktuelle Grafikkarte mit GeForce-Grafikchip des Herstellers und eine spezielle 3D-Brille - denn der räumliche Eindruck entsteht, wie in den schon länger bekannten Verfahren etwa aus "dreidimensionalen" Kirmeskinos, durch zwei leicht versetzte Bilder, die spezielle Filter für das linke und das rechte Auge auseinander sortieren.
Es werden also nicht abwechselnd Bilder für beide Augen gerendert, sondern gleichzeitig zwei Bilder berechnet, eingefärbt und verschoben übereinander geblendet - was darauf schließen lässt, dass die entsprechende Grafikkarte mehr zu tun bekommt als bei Shutter-Brillen. Unterstützung für selbige war vor einigen Jahren ein Thema bei Grafiktreibern, allerdings konnten sich Shutter-Brillen nicht durchsetzen, weniger weil sie aufgrund ihre einfachen LCD-Sichtfilter Energie brauchen, sondern weil sie zu einer Halbierung der Bildwiederholrate führen und das Bild damit beginnt zu flimmern.
Laut Nvidia ändert sich durch die neue Treiberfunktion für Spieleentwickler nichts. Sie produzieren ihre Titel wie bislang, die eigentliche Arbeit übernimmt der Treiber gemeinsam mit der Grafikkarte.
Ob das System mehr als eine Randnotiz im kommenden Sommerloch bleiben wird, ist fraglich: Zum einen müssten Nvidia oder Partner die 3D-Brillen breit in den Handel bringen und sie optisch ansprechend gestalten. Zum anderen hat vermutlich kein Spieler Lust, seine Nächte mit dunklen Augengläsern vor dem Bildschirm zu verbringen. Wer ähnliche 3D-Techniken beispielsweise auf Messen erlebt, schon privat mit räumlicher Darstellung bei Spielen experimentiert hat und vielleicht auch schon damit gekämpft hat, eine einfache 3D-Brille über seine reguläre Brille zu stülpen, dürfte Nvidias Ankündigung deshalb nicht sonderlich spektakulär finden.
Die Zukunft liegt deshalb wohl eher in "echten" 3D-Displays, die ohne spezielle Brillen auskommen, aber noch nicht den Weg in den Massenmarkt gefunden haben.
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kt
Und ioquake3 auch: http://ioquake3.org/2008/05/04/stereoscopic-viewing-in-ioquake3/
ich hoffe, du gründest nie eine ag >)
Das ging schon. Das Problem ist das eine Shutterbirlle die Sichtbare Bildwiederholrate...