Navigon kommt nur mit Finanzspritze über die Runden
Der Zukauf ist ein Rettungsmanöver des früheren Mannesmann-Chefs Klaus Esser, der das Deutschland-Geschäft von General Atlantic verantwortet. Navigon ist im Verlauf des vergangenen Jahres in erhebliche Probleme geraten.
Wie das Blatt aus Branchenkreisen erfahren haben will, ist Navigons US-Marktstart mit Navigationsgeräten unter eigenen Marke sehr kostspielig gewesen. Im vergangenen Jahr 2007 soll ein zweistelliger Millionenverlust entstanden sein, nach einem operativen Minus von 2,3 Millionen Euro im Jahr 2006. Anfang 2008 wurden auch noch die liquiden Mittel knapp. Das Unternehmen konnte offene Forderungen nicht mehr fristgerecht bedienen.
Die Gesellschafter beschlossen daher im März 2008, Kapital nachzuschießen. General Atlantic übernahm dabei den größeren Teil. Scheufen trat sein 67prozentiges Anteilpaket bis auf 10 Prozent an den Finanzinvestor ab. General Atlantic hatte 2005 im Rahmen einer Kapitalerhöhung zunächst 24,9 Prozent an Navigon übernommen und dafür einen hohen zweistelligen Millionenbetrag gezahlt.



