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Leo4Allv3 - bringt MacOS X auf den PC

... ist aber leider eine unerlaubte Schwarzkopie von Apples Betriebssystem. Wer weg will von Windows, kann unter anderem zu Apples MacOS X wechseln – ist dann aber an Apple-Hardware gebunden. Diese erfreut sich zwar großer Beliebtheit, doch nicht jeder will für MacOS X auch seinen bestehenden PC oder das traute Notebook aufgeben – aufgrund findiger Hacker ist das mittlerweile nicht mehr nötig, wird immer einfacher, aber leider nicht legaler.
/ Christian Klaß
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Zwar gibt es schon seit längerem Tools wie den EFI-Emulator von Netkas, modifizierte Kernel-Erweiterungen für MacOS X und immer mehr unterstützte Hardware, doch das Präparieren und Installieren von MacOS X für den Start auf einem PC ist damit noch etwas recherche- und zeitaufwendiger. So verwundert es nicht, dass der Weg vom PC zum "Hackintosh" mit MacOS X recht viele Fragen aufwirft, was sich auch in Forendiskussionen auf InsanelyMac(öffnet im neuen Fenster) widerspiegelt, einer Mac-Community, die zum OSx86-Project-Wiki(öffnet im neuen Fenster) gehört.

Abhilfe soll da beispielsweise die gerade erschienene Installations-DVD "Leo4Allv3" vom Hacker "eddi11c" schaffen – es handelt sich um eine bereits gepatchte, erweiterte Schwarzkopie von MacOS X Leopard 10.5.2, die entsprechend unerlaubt über Tauschbörsen verbreitet wird. Damit ist von einem Download und vom Einsatz abzuraten.

Gleichwohl ist aber interessant, wie weit das Hacken von MacOS X fortgeschritten ist, selbst AMD-CPUs akzeptiert das Betriebssystem durch Patchen längst – seit Leo4Allv3 soll auch die PPC-Emulation funktionieren, wie im zugehörigen Leo4All-Wiki nachzulesen ist. Bei der restlichen Hardware-Unterstützung tat sich ebenfalls einiges. Auch die Liste der unterstützten Grafikkarten übersteigt mittlerweile die auf dem Mac selbst.

Der Hacker eddie11c hat bereits kurz nach der Veröffentlichung von Leo4Allv3 einen "permanenten Patch" im Forum von Insanely Mac angekündigt, bei dem er beim Booten von DVD auf EFI verzichten will. Interessenten sollen ihm konkrete Wünsche für weitere Hardware-Unterstützung zukommen lassen – noch seien 150 MByte Platz, vermutlich bis das ISO-Image nicht mehr auf eine Single-Layer-DVD passt.

Wer sich ein legal gekauftes MacOS X selbst patcht, der beglückt damit Apple zwar ebenfalls nicht – verletzt damit aber "nur" die Nutzungsbedingungen, die einen Betrieb von MacOS X nur auf Apple-Hardware gestatten. Inwiefern Apple das vorschreiben kann und ob es rechtlich durchsetzbar ist, wird seit längerem in der Mac-Gemeinde diskutiert, beispielsweise auch nach Psystars Ankündigung eines kommerziellen Hackintoshs .

Bisher scheint Apple zumindest nicht aktiv gegen PC-Besitzer vorzugehen, die unbedingt MacOS X einsetzen wollen – Betriebssystem-Updates können einen Hackintosh dennoch lahmlegen, so dass die Nutzung von MacOS X abseits vom Mac eher experimentellen Charakter hat.

Wer auf Apple und ein nicht an den Mac gebundenes MacOS X hofft, der wird wohl noch lange warten müssen – das Unternehmen zeigt auch weiterhin kein Interesse daran, seine Plattform für andere PC-Hersteller zu öffnen. Wer legal und ohne Fummelei zu MacOS X will, muss damit weiterhin zum Mac greifen.


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