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Henkel-Chef übernimmt Aufsichtsratsspitze der Telekom

Zumwinkel-Lücke gefüllt. Henkel-Chef Ulrich Lehner wird neuer Aufsichtsratsvorsitzender der Deutschen Telekom. Er soll die Nachfolge des ehemaligen Post-Chefs Klaus Zumwinkel antreten, beschloss der Telekom-Aufsichtsrat.
/ Achim Sawall
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Lehner wird der kommenden Hauptversammlung am 15. Mai 2008 zur Wahl in den Aufsichtsrat vorgeschlagen. Er war schon Ende Februar 2008 gerichtlich zum Aufsichtsratschef der Telekom bestellt worden, kann aber das Gremium erst jetzt leiten, weil er vorher seinen Vertrag bei dem Chemiekonzern Henkel erfüllen musste. Der 61-jährige Lehner wird mit Erreichen der internen Altersgrenze bei Henkel im April 2008 aus der Geschäftsführung des Unternehmens ausscheiden.

Normalerweise werden die Telekom-Aufsichtsräte der Arbeitgeberseite von der Hauptversammlung gewählt. Wegen der gebotenen Dringlichkeit durch den Abgang des bisherigen Chefkontrolleurs Klaus Zumwinkel im Februar wurde Lehner aber gerichtlich bestellt. Der damalige Post-Chef Zumwinkel legte alle seine Ämter im Februar 2008 im Zuge der Liechtensteiner Steueraffäre nieder.

Henkel-Chef Lehner ist weiter Mitglied des Verwaltungsrates der schweizerischen Novartis AG und gehört darüber hinaus den Aufsichtsräten von E.On, Thyssen Krupp, Porsche und der HSBC Trinkaus & Burkhardt an. Er ist studierter Wirtschaftsingenieur und zugleich Diplomingenieur.


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