Bestätigt: RIM forscht in Bochum

Eröffnung eines Forschungs- und Entwicklungszentrums im Sommer 2008

Der BlackBerry-Hersteller Research In Motion (RIM) hat nun offiziell bestätigt, dass der Konzern in Bochum ein Forschungs- und Entwicklungszentrum errichten wird. In einer ersten Ausbaustufe sollen 140 neue Arbeitsplätze geschaffen werden; langfristig sind bis zu 500 Mitarbeiter geplant.

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Im Sommer 2008 will RIM das Forschungs- und Entwicklungszentrum auf dem Gelände des Uni Tech Centers eröffnen. Die Mitarbeiter werden sich auf die Hard- und Softwareentwicklung für Smartphones von Research In Motion konzentrieren, eine Fertigung von Geräten wird es dort aber nicht geben. Im ersten Jahr wird RIM dafür 45 Millionen US-Dollar in den Standort Bochum investieren. Für die Folgejahre sind Investitionen von jeweils 20 bis 25 Millionen US-Dollar eingeplant, berichtet die Nachrichtenagentur AFP mit Verweis auf RIM.

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Als Grund für die Ansiedlung in Bochum nannte Thorsten Heins, Senior Vice President Handheld Business bei Research In Motion, gegenüber AFP die Nähe zu Großkunden wie Vodafone in Düsseldorf und T-Mobile in Bonn sowie zur Bochumer Ruhr-Universität. Die Entscheidung für Bochum habe nichts mit der geplanten Schließung des dortigen Nokia-Werks zu tun, betonte Heins.

Gleichwohl plane RIM, Mitarbeiter des Bochumer Entwicklungszentrums von Nokia zu übernehmen, die dann 60 bis 70 Prozent der künftigen Mitarbeiter des Forschungs- und Entwicklungszentrums der Kanadier stellen werden, erklärte Heins. Das Land Nordrhein-Westfalen zahle RIM keine Subventionen für die Ansiedlung. Zum 30. Juni 2008 schließt Nokia sein Werk in Bochum, so dass 2.300 Menschen ihren Arbeitsplatz verlieren. Für die Errichtung eines Forschungszentrums in Europa habe RIM nach AFP-Angaben zwischen Bochum sowie drei weiteren Standorten in Deutschland und einem im europäischen Ausland gewählt. Nähere Angaben dazu liegen nicht vor.

Nordrhein-Westfalens Wirtschaftsministerin Christa Thoben (CDU) meint dazu: "Das ist ein schöner Tag für das Ruhrgebiet und Bochum. Die Investitionsentscheidung von RIM belegt die Qualität des Technologie-Standortes Nordrhein-Westfalen mit seinen Hochschulen und sonstigen wissenschaftlichen Einrichtungen." RIM sei eine exzellente Bereicherung der Telekommunikations- und Informationstechnologie in Nordrhein-Westfalen.

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Friedrich Joussen, CEO von Vodafone Deutschland, erklärte dazu: "Wir werden RIM unterstützen, Bochum eng an das Test- und Innovationscenter von Vodafone in Düsseldorf anzubinden und so die bestehende Zusammenarbeit weiter ausbauen." Vodafone Deutschland beteiligt sich nach eigener Aussage bereits an den weltweiten Entwicklungsaktivitäten von RIM am Firmensitz im kanadischen Waterloo.

"RIM hat sich mit Bochum für einen sehr guten Standort entschieden. Die Entstehung von hoch qualifizierten Arbeitsplätzen ist eine sehr gute Nachricht für Bochum und Nordrhein-Westfalen. Die Pläne von RIM sind eine Auszeichnung für den High-Tech- und Telekommunikationsstandort Deutschland und sprechen für die hohe Qualifikation der Mitarbeiter", ergänzte Joussen.

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