Microsoft Live Mesh - eines, sie alle zu verbinden
Live Mesh soll Daten, Geräte und Applikationen verbinden. Microsoft gibt den Startschuss für das "Live Mesh", eine Plattform, die Geräte, Daten und Applikationen verbinden soll. Live Mesh soll den Nutzer in den Mittelpunkt stellen, als zentrale Figur zwischen verschiedenen Computern und Daten, die an unterschiedlichen Orten liegen. So sollen die verstreuten Daten über Live Mesh jederzeit auf allen Geräten verfügbar und ein Zugriff auf Applikationen und Computer immer und überall möglich sein.
Live Mesh verbindet die einzelnen Geräte – Notebooks, Desktop-PCs, Spielekonsolen, Smartphones usw. -, synchronisert Daten zwischen diesen und erlaubt es, auf all diese Geräte aus der Ferne zuzugreifen. Die zu einem Mesh gehörenden Geräte werden in einem sogenannten Mesh-Ring dargestellt und es lassen sich "Mesh-Ordner" anlegen, die dann auf allen Rechnern dieses Meshs verfügbar sind und automatisch auf dem gleichen Stand gehalten werden.
Dabei werden die Daten auch auf einem virtuellen Desktop auf Microsofts Servern abgelegt, so dass die Daten auch dann zur Verfügung stehen, wenn die eigenen Geräte ausgeschaltet sind. Auf diesem "Live Desktop" stehen 5 GByte Speicherplatz zur Verfügung.
Einzelne Meshs können auch miteinander verbunden werden, um z.B. Freunden den Ordner mit den aktuellen Urlaubsbildern zur Verfügung zu stellen. Eine sogenannte Mesh Bar zeigt die Aktivitäten von Freunden und bekannten, ähnlich wie Aktivitäts-Feeds in Social Networks. Es wird auch sichtbar, welche Personen aktuell mit einem freigegebenen Mesh-Ordner verbunden sind.
Der Zugriff auf ferne Rechner erfolgt über die in Windows integrierte Remote-Desktop-Software, durchdringt dabei allerdings Firewalls und NAT-Router.
Microsoft liefert Live Mesh als Software aus, die auf allen Systemen eines Meshs installiert werden muss. Der Zugriff auf das eigene Mesh ist aber auch über einen Webbrowser und Microsofts Website mesh.com(öffnet im neuen Fenster) möglich.
Weitere Dienste sind geplant, darunter ein einheitliches Gerätemanagement sowie ein einheitliches Applikationsmanagement, mit dem sich Applikationen über mehrere Geräte webbasiert ausliefern lassen.
Microsoft stellt "Live Mesh" ab sofort unter mesh.com(öffnet im neuen Fenster) einer begrenzten Zahl von Nutzern in einer "Technology Preview" in englischer Sprache bereit, gehostet auf US-Servern. Weitere Nutzer sollen nach und nach zugelassen werden. Zudem ist die Vorabversion nur für Windows XP und Vista verfügbar, Microsoft verspricht aber, das Live Mesh später auch für MacOS X und mobile Endgeräte anzubieten. Von Linux ist unterdessen keine Rede, wohl aber davon, auf der Basis von Live Mesh aufzubauen. Die aktuelle Version ist demnach nur ein erster kleiner Schritt.