Verbraucherschützer warnen vor Nachbarschaftspost.com

Anrufe sollen Opfer auf Webseite locken

Mehrere deutsche Verbraucherzentralen warnen übereinstimmend vor dem Angebot "Nachbarschaftspost.com". Betroffene erhalten einen Anruf, in dem behauptet wird, auf der Webseite Nachbarschaftspost.com sei eine persönliche Nachricht hinterlegt. Dabei wird verschleiert, dass für das Abrufen der Nachricht ein 2-Jahres-Vertrag abgeschlossen werden muss, der sich auf Gesamtkosten von 216,- Euro beläuft.

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Etliche Verbraucher haben bereits in der Vergangenheit Anrufe erhalten, bei denen eine Bandstimme behauptet, dass ein Nachbar eine wichtige Nachricht für den Angerufenen hinterlegt habe. Man müsse sich auf der Webseite www.nachbarschaftspost.com anmelden, um die Nachricht abrufen zu können. Dabei müssen neben einem mitgeschickten Anmeldecode die Rufnummer, der Name, die Anschrift und die E-Mail-Adresse angegeben werden.

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Folgt jemand seiner Neugier allzu hastig, kann er den Hinweis auf der Webseite übersehen, wonach der Dienst nach zwei Wochen Probezeit monatlich 9,- Euro kostet. Dabei handelt es sich um einen 2 Jahre laufenden Vertrag, so dass sich Gesamtkosten in Höhe von 216,- Euro ergeben. Nach Ansicht der Verbraucherschützer ist die Webseite so gestaltet, dass gezielt von den Kosten für den Dienst abgelenkt wird. Die Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein meint: "Jeder Internetnutzer sollte sich kritisch fragen, welcher liebe Nachbar denn wohl auf diese merkwürdige Art und Weise Kontakt sucht."

Die Verbraucherzentralen raten, den Vertragsabschluss zu widerrufen, keine Zahlungen zu leisten und sich von Mahnschreiben nicht verunsichern zu lassen. Einen Musterbrief im RTF-Format bietet etwa die Verbraucherzentrale Sachsen-Anhalt als Download an. Durch die Art und Weise der Vertragsanbahnung kommt kein gültiger Vertrag zustande und es besteht keine Zahlungspflicht, meinen die Verbraucherschützer. Daher sollten sich Betroffene auch nicht davon verunsichern lassen, dass mit einem Schufa-Eintrag gedroht wird, falls die Zahlung nicht erfolgt.

Gegen den Betreiber der Webseite liegen laut den Verbraucherzentralen bereits Strafanzeigen vor. Bei der Staatsanwaltschaft Frankfurt am Main ist unter AZ 75 80 Js 22 55 43/07 ein Sammelverfahren anhängig. Die Webseite www.nachbarschaftspost.com wird von einer Firma namens Connections Enterprises mit Sitz auf den British Virgin Islands betrieben.

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markusott 07. Dez 2012

Die Verbrauchzentrale sowie Rechtsanwälte können leider nich die normale Kunden bei...

markusott 29. Nov 2012

Es ist mittlerweile nich auszuhalten, wie manche Firmen (besonders Marktstarke) mit ihren...

levitan 28. Jan 2009

Ich emfehle alle Missverständnisse bzw. Betrüge in wertliste.de geben. Nur so kann man...

Andy 31 17. Dez 2008

Hi Bitte bezahle nicht das Geld sondern mach eine Anzeige gegen diese Betrüger

gedl 22. Apr 2008

Wie oft man einen Fehler macht, wo einer gerade vor ihm denselben gemacht hatte! Warum...



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