Abo
  • Services:

Europäische Forscher entwickeln Persönlichkeit für Roboter

Gefühle machen künstliche Wesen vertrauenswürdiger

Haben Roboter Gefühle? Im Roman schon - man denke nur an Marvin, das depressive Maschinenwesen aus Douglas Adams' Romanserie "Per Anhalter durch die Galaxis" oder an den vom Blitz beseelten Hollywood-Roboter aus "Nummer 5 lebt!". In der Realität sieht es anders aus. Doch das wollen europäische Wissenschaftler ändern und künstlichen Wesen Emotionen und Persönlichkeit verleihen. Dabei geht es nicht nur um Roboter, sondern auch um andere virtuelle Lebensformen.

Artikel veröffentlicht am ,

Welche Eigenschaften muss ein Roboter oder ein anderes künstliches Wesen haben, damit ein Mensch ihn als einen Freund akzeptiert? Das herauszufinden ist das Ziel des europäischen Forschungsprojektes Lirec, eine Abkürzug für "Living with Robots and Interactive Companions" (auf Deutsch etwa: "Leben mit Robotern und interaktiven Begleitern"). Deren Persönlichkeit soll neben Emotionen auch Kommunikation, Erkennen, Lernfähigkeit und Erinnerungsvermögen umfassen.

Stellenmarkt
  1. Technische Universität Darmstadt, Darmstadt
  2. Kulturveranstaltungen des Bundes in Berlin GmbH (KBB), Berlin

Dabei wollen die Forscher zunächst erforschen, wie wir Menschen Roboter wahrnehmen, auf sie reagieren und mit ihnen umgehen. Schon heute entwickeln wir eine Beziehung zu persönlichen elektronischen Geräten - etwa zu einem Mobiltelefon: Es wird verschönert, mit eigenen Klingeltönen oder Hintergrundbildern individualisiert. Mit Robotern wie Pleo werden sich solche emotionalen Bindungen noch vertiefen. Schließlich ist es nur noch eine Frage der Zeit, bis Roboter etwa Aufgaben in der Altenpflege übernehmen. Damit die Menschen einen solchen Robo-Pfleger akzeptieren und sich ihm anvertrauen, braucht dieser den Forschern zufolge eine vertrauenswürdige und menschliche Persönlichkeit.

"Wir interessieren uns dafür, wie Menschen im Alltag eine lang andauernde Beziehung zu künstlichen Wesen aufbauen können. Wir werden zwar noch nicht so bald Roboter sehen, die uns beim Spülen helfen, aber wir hoffen, herauszufinden können, wie eine solche freundliche Technik entwickelt werden kann, und vorauszusagen, wie die intelligenten Maschinen von morgen aussehen könnten und wie wir damit umgehen", erklärt Peter McOwan, Informatiker der Londoner Queen Mary University und Koordinator des Projektes.

Für das auf viereinhalb Jahre angelegte Projekt hat die EU 8,2 Millionen Euro zur Verfügung gestellt. Beteiligt sind Wissenschaftler von zehn Universitäten aus sieben europäischen Ländern.

Der amerikanische Robotiker David Hanson behauptet übrigens von seinem Roboter Zeno, dass er bereits über Emotionen und eine Persönlichkeit verfüge. Allerdings ist Zeno noch nicht marktreif.



Anzeige
Hardware-Angebote
  1. täglich neue Deals bei Alternate.de
  2. 103,90€
  3. (u. a. WD 8 TB externe Festplatte USB 3.0 149,99€)

Genocide 18. Apr 2008

Critical System Error: No Error

ichauch 18. Apr 2008

8,2 millionen euro die mir nich gehören in ein projekt stecken das kein geistig...

copious 18. Apr 2008

Das macht ihn ja so einzigartig :D

SciFiFan 18. Apr 2008

dass wir unweigerlich darauf zusteuern genau die Entwicklungen zu machen, die in Science...

Fuchur 18. Apr 2008

Skelett klingt gut, dann könnte man gleich auch noch ein Rückgrat einbauen... Das täte...


Folgen Sie uns
       


Shadow Ghost - Test

Wir testen die Streamingbox Shadow Ghost und finden Bildartefakte und andere unschöne Fehler. Der Streamingdienst hat mit der richtigen Hardware aber Potenzial.

Shadow Ghost - Test Video aufrufen
Security: Vernetzte Autos sicher machen
Security
Vernetzte Autos sicher machen

Moderne Autos sind rollende Computer mit drahtloser Internetverbindung. Je mehr davon auf der Straße herumfahren, desto interessanter werden sie für Hacker. Was tun Hersteller, um Daten der Insassen und Fahrfunktionen zu schützen?
Ein Bericht von Dirk Kunde

  1. Alarmsysteme Sicherheitslücke ermöglicht Übernahme von Autos
  2. Netzwerkanalyse Wireshark 3.0 nutzt Paketsniffer von Nmap
  3. Sicherheit Wie sich "Passwort zurücksetzen" missbrauchen lässt

Tom Clancy's The Division 2 im Test: Richtig guter Loot-Shooter
Tom Clancy's The Division 2 im Test
Richtig guter Loot-Shooter

Ubisofts neuer Online-Shooter beweist, dass komplexe Live-Spiele durchaus von Anfang an überzeugen können. Bis auf die schwache Geschichte und Gegner, denen selbst Dauerbeschuss kaum etwas anhaben kann, ist The Division 2 ein spektakuläres Spiel.
Von Jan Bojaryn

  1. Netztest Connect Netztest urteilt trotz Funklöchern zweimal sehr gut
  2. Netztest Chip verteilt viel Lob trotz Funklöchern

Fido-Sticks im Test: Endlich schlechte Passwörter
Fido-Sticks im Test
Endlich schlechte Passwörter

Sicher mit nur einer PIN oder einem schlechten Passwort: Fido-Sticks sollen auf Tastendruck Zwei-Faktor-Authentifizierung oder passwortloses Anmelden ermöglichen. Golem.de hat getestet, ob sie halten, was sie versprechen.
Ein Test von Moritz Tremmel

  1. Datenschutz Facebook speicherte Millionen Passwörter im Klartext
  2. E-Mail-Marketing Datenbank mit 800 Millionen E-Mail-Adressen online
  3. Webauthn Standard für passwortloses Anmelden verabschiedet

    •  /