Abo
  • Services:
Anzeige

Provider fürchten Image-Schaden durch Online-Durchsuchungen

"Hacken von Providern sei weder notwendig noch vertretbar"

Der Verband der deutschen Internetwirtschaft (eco) wehrt sich gegen Pläne, Onlinedurchsuchungen auf Seiten der Provider durchzuführen. Der Verband fürchtet einen Imageschaden für Provider sowie deren Geschäftskunden. Zugleich betont der Verband die Bereitschaft, mit Strafverfolgungsbehörden zusammenzuarbeiten.

Nachdem sich Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble und Bundesjustizministerin Brigitte Zypries auf eine Regelung zur Onlinedurchsuchung verständigt haben, die Ermittlern das Betreten der Wohnung von Verdächtigen mit dem Zweck der Modifikation von deren Computer für Onlinedurchsuchungen untersagt, richtet sich das Augenmerk nun auf die Provider, bei denen sich Datenströme abhören ließen.

Anzeige

Provider zu "hacken" sei weder notwendig noch vertretbar, denn der wirtschaftliche Schaden einer durch eine Onlinedurchsuchung ausgelösten Vertrauenskrise wäre sowohl für die Provider als auch für ihre Kunden enorm. "Wird der Provider eines Verdächtigen derart 'durchsucht', hat er einen erheblichen Image-Schaden zu befürchten. Und das zu Recht", sagt Eco-Chef Prof. Michael Rotert. Sicherheit und Vertrauen in die Nutzung dieser Dienste seien unverzichtbar, nicht nur für den wirtschaftlichen Erfolg der Branche, sondern auch für Geschäftskunden: "Es wäre leichtfertig und verantwortungslos, dies für die angeblich nur zehn geplanten Onlinedurchsuchungen im Jahr aufs Spiel zu setzen."

Rotert appelliert an die Innenminister von Bund und Ländern, "die Rechenzentren der Provider von ihren Plänen in Sachen Onlinedurchsuchung auszunehmen". Solche Maßnahmen seien nicht notwendig, "denn die Provider arbeiten konstruktiv mit den Strafverfolgungsbehörden zusammen".

Die Pläne, online auf die Rechner von Verdächtigen über das Internet zuzugreifen, hält Rotert für kritisch: "Die Strafverfolger bedienen sich dabei derselben Technik wie kriminelle Hacker, das heißt sie müssen Sicherheitslücken ausnutzen, die von den gängigen Virenschutzprogrammen noch nicht erkannt werden können. Damit setzt die Onlinedurchsuchung voraus, dass die Behörden solche Sicherheitslücken verschweigen, auch wenn sie sie kennen. Das ist für uns nicht akzeptabel."


eye home zur Startseite
don pfiff 17. Apr 2008

frustrierend, es dauert nicht mehr lange und der überwachungsstaat ist fest installiert...

ssssssssssss 17. Apr 2008

klaro, dürfen sich halt nich dabei erwischen lassen.

Theobald U. 17. Apr 2008

Ich habe mit mehren Provider für Webspace und Mailaccounts zu tun, die alle auch regelmä...

weee 17. Apr 2008

Genau. Und wie packt man das Problem an? Gar nicht - es loest sich von selbst, wenn die...



Anzeige

Stellenmarkt
  1. BWI GmbH, Berlin
  2. Daimler AG, Stuttgart
  3. MBtech Group GmbH & Co. KGaA, Neu-Ulm, Lindau
  4. Paco Home GmbH, Eschweiler


Anzeige
Top-Angebote
  1. (u. a. The Evil Within 2 PC 19,97€, FIFA 18 PC 34,97€ oder für PS4 41,97€, Wolfenstein 2 PS4...
  2. (u. a. Wonder Woman, Transformers 5, King Arthur, Mad Max Fury Road, Deepwater Horizon, Batman v...

Folgen Sie uns
       


  1. FTTH

    EWE senkt die Preise für seine Glasfaserzugänge

  2. WLAN

    Zahl der Vodafone-Hotspots steigt auf zwei Millionen

  3. Linux-Grafiktreiber

    Mesa 17.3 verbessert Vulkan- und Embedded-Treiber

  4. Gemini Lake

    Intel bringt Pentium Silver mit Gigabit-WLAN

  5. MG07ACA

    Toshiba packt neun Platter in seine erste 14-TByte-HDD

  6. Sysinternals-Werkzeug

    Microsoft stellt Procdump für Linux vor

  7. Forschungsförderung

    Medizin-Nobelpreisträger Rosbash kritisiert Trump

  8. Sicherheit

    Keylogger in HP-Notebooks gefunden

  9. IBM AC922

    In Deep Learning schlägt der Power9 die X86-Konkurrenz

  10. FTTH

    Telekom kündigt weitere Glasfaser-Stadt an



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Bundesregierung: Mit verdrehten Zahlen gegen die ePrivacy-Verordnung
Bundesregierung
Mit verdrehten Zahlen gegen die ePrivacy-Verordnung
  1. Steuerstreit Apple zahlt 13 Milliarden Euro an Irland
  2. Rechtsunsicherheit bei Cookies EU warnt vor Verzögerung von ePrivacy-Verordnung
  3. Datenschutz EU-Parlament stimmt ePrivacy-Verordnung zu

Dynamics 365: Microsoft verteilt privaten Schlüssel an alle Kunden
Dynamics 365
Microsoft verteilt privaten Schlüssel an alle Kunden
  1. Microsoft Kollaboratives Whiteboard als Windows-10-Preview verfügbar
  2. Microsoft-Studie Kreative Frauen interessieren sich eher für IT und Mathe
  3. Connect 2017 Microsoft setzt weiter auf Enterprise-Open-Source

Amazon Video auf Apple TV im Hands on: Genau das fehlt auf dem Fire TV
Amazon Video auf Apple TV im Hands on
Genau das fehlt auf dem Fire TV
  1. Amazon Verkaufsbann für Apple TV bleibt bestehen
  2. Smartphone-Speicherkapazität Wie groß der Speicher eines iPhones sein sollte
  3. Mate 10 Pro im Test Starkes Smartphone mit noch unauffälliger KI

  1. Re: "Microsoft loves Linux"

    Teebecher | 18:20

  2. Re: Asien

    schap23 | 18:18

  3. Re: Natürlich Festhalten an alten Systemen...

    Zazu42 | 18:16

  4. Re: Ausbaufähigkeit

    Electrony | 18:16

  5. Re: Homescreen unbrauchbar!

    Myxin | 18:15


  1. 17:21

  2. 15:57

  3. 15:20

  4. 15:00

  5. 14:46

  6. 13:30

  7. 13:10

  8. 13:03


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel