Aus OpenMac werden OpenComputer und OpenPro
Psystar nutzt die Tools und Tricks, die auch private Tüftler anwenden, um ihren PC mit Apples aktuellem Betriebssystem MacOS X 10.5 ("Leopard") nutzen zu können. Dafür sind ein EFI-Emulator, einige veränderte Kernel-Extensions und ausgewählte Hardware-Komponenten vonnöten – und fertig ist der "Hackintosh". Auf diesem laufen dann alle MacOS-X-Anwendungen, nur beim Einspielen von MacOS-X-Updates muss aufgepasst werden, denn diese können für Probleme sorgen und eine ungewollte Neuinstallation nach sich ziehen.
Kürzlich machte Psystar mit dem OpenMac auf sich aufmerksam, einem Standard-Desktop-PC für rund 400,- US-Dollar, der gegen Aufpreis auch mit vorinstalliertem MacOS X geliefert wird und dem wesentlich kleineren Designgerät Mac mini Konkurrenz machen soll. Mittlerweile hat Psystar den OpenMac in OpenComputer umbenannt, offenbar um Apple weniger Angriffsfläche zu bieten – immerhin ist Mac ein geschützter Markenname.
Preislich geht es beim OpenPro bei 999,- US-Dollar und auf Wunsch kostenlos vorinstalliertem Ubuntu-Linux los. Nur gegen Aufpreis ist wahlweise Windows XP, Vista oder MacOS X vorinstalliert. Bei Vollausstattung und mit vorinstalliertem MacOS X beträgt der Preis rund 2.080,- US-Dollar – das ist zwar günstiger als ein Mac Pro von Apple, doch diesen gibt es nicht nur mit einer, sondern auch mit zwei Quad-Core-Xeon-CPUs mit höherer Taktfrequenz sowie mit bis zu 32 GByte RAM.
In der Mac-Gemeinde wurden die kommerziellen Hackintoshs von Psystar bereits heftig diskutiert – vor allem weil der in Miami, Florida, beheimatete Händler gegen die EULA von Apple verstößt, denn MacOS X darf – so will es das Unternehmen aus Cupertino zumindest – nicht auf Hardware von anderen Herstellern genutzt werden. Gegenüber der InformationWeek(öffnet im neuen Fenster) gab sich ein Psystar-Mitarbeiter kämpferisch – Apples EULA verstoße gegen die US-Kartellgesetze.
"Was wäre wenn Microsoft sagen würde, dass man Windows nur auf Dell-Computern installieren darf" , so ein Psystar-Angestellter gegenüber der InformationWeek. Psystar werde deshalb – trotz der EULA-Verletzung – die OpenMac-Systeme weiter verkaufen und es auch auf ein Gerichtsverfahren ankommen lassen. "Wir brechen keine Gesetze" , erklärte der sich nur mit Vornamen zu erkennen gebende Psystar-Angestellte.
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