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Premiere: Neue Verschlüsselung gegen Schwarzseher

Umstellung auf NDS Videoguard und neue Version von Nagravision

Nachdem das Verschlüsselungssystem Nagravision von Kudelski geknackt wurde, setzt der Pay-TV-Sender Premiere künftig auf das Konkurrenzprodukt NDS Videoguard, das eine Tochtergesellschaft von Rupert Murdochs News Corporation entwickelt hat. Noch im zweiten Quartal 2008 installiert Premiere eine neue Software auf den Receivern und verschickt neue Smartcards.

Bereits im Februar 2008 hatte Premiere den Austausch der Smartcards angekündigt. Zuvor war der TÜV Rheinland in einem Gutachten zu dem Schluss gekommen, dass es kriminellen Hackern gelungen ist, mit modifizierten Digital-Receivern Pay-TV-Programme illegal zu empfangen. Die im Ausland hergestellten Receiver wurden schon damals in größerem Umfang in Deutschland verkauft, was seit dem Weihnachtsgeschäft auch Auswirkungen auf den Geschäftsverlauf und das Wachstum von Premiere hat, teilte der Sender damals mit.

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Nun legte Premiere konkrete Pläne zur Umstellung der Verschlüsselung vor und setzt dabei neben einer neue Version von Nagravision auch NDS Videoguard zur Verschlüsselung seiner Inhalte ein. Noch hält sich Premiere offen, mit welchem der beiden Anbieter das Unternehmen langfristig zusammenarbeiten wird und setzt zunächst auf eine Doppelstrategie im Kampf gegen Schwarzseher.

Bis 2012 wird der Pay-TV-Anbieter seine Satellitenkunden und Haushalte, die ihr Programm von kleineren privaten Kabelnetzbetreibern der Netzebene 4 empfangen, auf Videoguard umstellen. Der Vertrag mit der NDS Group hat eine Laufzeit von zehn Jahren. Parallel kommt eine neue, verbesserte Nagravision-Verschlüsselung zum Einsatz. Der Vertrag mit dem Schweizer Softwarehaus Kudelski über Nagravision läuft bis 2012 und kann verlängert werden, so Premiere. Das bedeutet aber zugleich, ab 2012 könnte sich Premiere von Kudelski verabschieden.

"Ein sicheres Verschlüsselungssystem ist die wichtigste Voraussetzung für das Geschäftsmodell Abo-Fernsehen. Mit der Entscheidung, zunächst auf zwei Anbieter zu setzen, haben wir im Kampf gegen die Hacker-Mafia auch langfristig die besseren Karten", meint Hans Seger, Vorstand Programm und Technik bei Premiere.

Kunden der großen Kabelnetzbetreiber Kabel Deutschland, Kabel BW und Unitymedia sind von der aktuellen Änderung des Verschlüsselungssystems nicht betroffen. Auch für Abonnenten, die Premiere Fußball Bundesliga über arenaSat empfangen, ändert sich nichts.

Die Umstellung auf die neue Verschlüsselungstechnik soll in zwei Phasen erfolgen, ein Receivertausch ist nicht notwendig. Premiere spielt dazu die Verschlüsselungssoftware NDS Videoguard auf die Receiver auf, die auf das System umgestellt werden sollen. Nach dem Update melden sich die Receiver mit der Telefonnummer von Premiere, unter der die Kunden eine neue Smartcard bestellen können. Gleichzeitig werden diese Kunden bis zum Eintreffen der neuen Smartcard für ihre Premiere-Programme freigeschaltet.

Um die bestehende Sicherheitslücke im derzeitigen Nagravisionsystem zu schließen, muss bei allen anderen Satellitenkunden die Smartcard gewechselt werden. Premiere-Abonnenten erhalten dazu vollautomatisch eine neue Smartcard per Post, die sie gegen die alte Karte in ihrem Receiver tauschen. Neben den Satellitenkunden werden dabei auch alle Abonnenten kleinerer privater Kabelnetzbetreiber (Smartcard mit der Kennung P01 bis P04) auf das neue Nagravisionsystem umgestellt. Um den problemlosen Empfang der Premiere-Programme auch in der Umstellungsphase zu gewährleisten, werden diese Abonnenten ebenfalls für ihre Premiere-Programme freigeschaltet.


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Niemand 12. Jan 2009

Kommt darauf an, wer gerne was macht. Ich gehe zwar gerne ins Kino, habe aber oft die...

ti 08. Nov 2008

wie mach ixh das aber?? bitte anleitung für anfänger Danke

Autsch! 15. Apr 2008

JA das tun sie doch schon, Mensch! Wo ist hier die Pointe? :D

JMR 15. Apr 2008

Korrekt! Die großen Kabelnetzbetreiber entscheiden für sich welches...

KalleWirsch 15. Apr 2008

Schon interessant, wie hier reihenweise argumentiert wird: Programm ist so schlecht, dass...



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