OMS - Sun arbeitet an einem freien Video-Codec

Freier Codec auf Basis von H.261 und Ogg Vorbis

Sun will im Rahmen seiner Initiative Open Media Commons einen eigenen freien Video-Codec entwickeln. Der Codec soll unter einer Open-Source-Lizenz zur Verfügung stehen und auch ohne Patentgebühren genutzt werden können.

Artikel veröffentlicht am ,

Im Rahmen der Arbeiten an HTML 5 entbrannte ein Streit über die Frage, welche Codecs Browser unterstützen sollten. Die Pläne, den freien Codec Ogg Theora als Mindestanforderung aufzunehmen, lehnten einige große Unternehmen ab, da sie durch die Unterstützung des freien Codecs zusätzliche Risiken befürchteten. Das W3C strich daraufhin Ogg Theora aus dem Entwurf, stellte zugleich aber klar, dass es im Hinblick auf die Interoperabilität von Browsern hilfreich wäre, wenn es einen Video-Codec gäbe, der in allen Browsern unterstützt wird. Ein solcher Codec müsse ohne Lizenzgebühren genutzt werden können, kompatibel zum Entwicklungsmodell Open Source sein, eine ausreichende Qualität haben, um nutzbar zu sein und keine Risiken von so genannten U-Boot-Patenten für große Unternehmen mitbringen.

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Letzter Punkt spricht nach Ansicht von Unternehmen wie z.B. Nokia gegen Ogg Theora. Die Unternehmen fürchten, so mancher Patentinhaber, der Ansprüche auf Ogg Theora erheben will, warte mit einer Klage gegen Nutzer des Codecs nur darauf, dass der Codec von großen und finanzstarken Unternehmen eingesetzt wird.

Sun will sich dieses Dilemmas nun annehmen und mit OMS eine freie Medialösung entwickeln, die Audio, Video, Transport, Rechtekontrolle und die Sicherung der Inhalte umfasst. In diesem Rahmen soll auch ein freier Video-Codec entwickelt werden, wobei Sun auf eine lizenzfreie Weiterentwicklung des Codecs H.261 setzt, dem zusätzliche Tools zur Seite gestellt werden sollen.

H.264 wurde 1989 entwickelt und liegt damit außerhalb des Patentzeitfensters von 17 Jahren, begründet Sun die Wahl der Basis für den neuen Codec. Als Basis für den Audioteil soll Ogg Vorbis zum Einsatz kommen. Durch den gewählten Entwicklungsprozess (Open Media Commons IPR) will Sun sicherstellen, dass der entstehende Codec keine Patente verletzt. Den Prozess hat Sun zur Entwicklung seines freien DRM-Systems "DReaM" entwickelt und eingesetzt.

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Nameless 20. Apr 2008

Auf jeden Fall wäre es innovativer als eine weitere Weiterentwicklung von H.261. Siehe...

interessierter... 14. Apr 2008

Was ja dann bei Wavelet-basierten Verfahren nicht geht. Softwarepatente sind nunmal eine...

Anonymer Nutzer 14. Apr 2008

1. Sie setzen auf Ogg Vorbis: Haben da die Unternehmen nicht auch die Bedenken wegen...

nate 14. Apr 2008

Strenggenommen ist Ogg kein vollwertiges Containerformat, da es auf jegliche Art der...



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