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BlackBerry-Forschungszentrum nach Bochum

Teile der ehemaligen Nokia-Beschäftigten können hoffen. Der Region Bochum droht durch den Weggang von Nokia eine verstärkte Arbeitslosigkeit. Kein Wunder also, wenn Firmen derzeit von der Regierung gelockt werden, sich dort niederzulassen. Einen ersten Ansiedlungserfolg soll es bereits gegeben haben – das Unternehmen RIM, das die BlackBerry-Smartphones entwickelt, soll nach Bochum kommen.
/ Andreas Donath
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Geplant ist nach einem Bericht des Focus, dass an der Ruhr das europäische Forschungs- und Entwicklungszentrum von Research in Motion (RIM), dem kanadischen Hersteller des BlackBerry, errichtet werden soll. Schon im März 2008 soll RIM in Bochum einen Rekrutierungstag für Ingenieure veranstaltet haben. Nach Informationen des Blattes sollen am neuen Standort bis zu 300 Arbeitsplätze entstehen, unter anderem auch im Bereich Immobilienbewirtschaftung.

RIM-Sprecher Arno Glompner sagte dem Magazin: "RIM sucht nach talentierten Kandidaten, die wir in Wissenschaftsinstitutionen wie der Ruhr Universität oder dem Horst-Görtz-Institut finden können. Wir wollen in Europa ein Zentrum für Forschung und Entwicklung eröffnen. Da ist die Stadt Bochum eine interessante Option." Angeblich soll die Standortentscheidung bereits gefallen sein.

Allerdings seien laut Nokia-Aufsichtsrätin Ulrike Kleinebrahm die Kanadier nicht an Arbeitern, sondern nur an Ingenieuren interessiert. RIM habe auch Interesse daran, sich möglichst nahe an seinem Kunden Vodafone niederzulassen, der in Düsseldorf sein Test- und Innovationszentrum betreibt.

Doch auch für die Beschäftigten in der Produktion von Nokia soll es Hoffnung geben. Welche Unternehmen konkret Interesse bekundet haben, ließ der Bochumer Nokia-Betriebsrat Guidone allerdings noch offen.


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