Auch ZDF ab 2010 im HDTV-Regelbetrieb
Schächter betonte, dass das ZDF schon jetzt einen beachtlichen Programmstock in "echtem" HDTV schaffe, der den Einstieg in den Regelbetrieb ab 2010 erleichtern werde. Der Startschuss in den HDTV-Regelbetrieb soll im Februar 2010 nicht nur bei der ARD, sondern auch beim ZDF mit der Übertragung der Olympischen Winterspiele im kanadischen Vancouver fallen. Zuvor werde mit den Leichtathletik-Weltmeisterschaften im August 2009 in Berlin die Vorbereitungsphase eingeläutet – als Host Broadcaster werde das ZDF dann weltweit ein HD-Signal anbieten. International ist das allerdings nichts Besonderes mehr, Deutschland ist im Bereich HDTV ein Nachzügler.
Laut ZDF-Intendant Schächter ist die bisherige Zurückhaltung der öffentlich-rechtlichen Sender auf dem Weg zu HDTV durch "die realen Entwicklungen am Markt inzwischen bestätigt" . Vermutlich spielt er auf die noch teure Technik auf Seiten der Sender und die erst zögerliche und mittlerweile schnellere Verbreitung HDTV-fähiger Flachbildfernseher an. Doch die Digitalisierung der kompletten Produktions- und Übertragungskette bis hin zu den Endgeräten sorge in naher Zukunft dafür, dass die Voraussetzungen für eine Einführung von HDTV deutlich besser seien als in früheren Jahren, heißt es seitens des ZDF.
Dennoch sind die Privatsender ProSieben und Sat.1 erst kürzlich aus Kostengründen wieder aus HDTV ausgestiegen – da noch zu wenige Zuschauer die Sendungen in HD empfangen könnten. Bis 2010 dürfte sich das aber geändert haben.
Auf dem 17. Symposium der Deutschen TV-Plattform diskutieren Fernsehschaffende und Industrievertreter, Techniker und Manager über den Weg zu HDTV. Die Deutsche TV-Plattform ist ein Zusammenschluss von Programmherstellern und -anbietern, privaten und öffentlich-rechtlichen Sendern, Netzbetreibern, Bundesministerien und Landesregierungen, Forschungsinstituten und anderen mit der Zukunft des Fernsehens befassten Unternehmen.