Abo
  • Services:

US-Heimatschutzminister Chertoff warnt vor Cyberangriffen

Regierung will Frühwarnsystem für Computerattacken entwickeln

US-Heimatschutzminister Michael Chertoff hat auf der RSA Conference in San Francisco vor den Gefahren aus dem Internet gewarnt. Er verglich die Bedrohung aus dem Cyberspace mit den Terroranschlägen vom 11. September 2001. Die von RSA Security ausgerichtete Konferenz ist die größte über IT-Sicherheit.

Artikel veröffentlicht am ,

"Wir nehmen die Bedrohungen der virtuellen Welt genauso ernst wie solche der materiellen", sagte Chertoff. Mit zielgerichteten Angriffen über das Internet ließen sich etwa Finanzunternehmen oder Flugsicherungsstellen lahmlegen. Der Ausfall einer kritischen Infrastruktur könne aber durchaus Auswirkungen auf das ganze Land haben. Chertoff erinnerte an die Cyberangriffe auf Estland im Jahr 2007.

Stellenmarkt
  1. Friedhelm LOH Group, Herborn
  2. Continental AG, Nürnberg

Deshalb wolle die Regierung ein Frühwarnsystem entwickeln, das vor Computerangriffen warne. Chertoff verglich das Projekt mit dem Manhattan Projekt, der Entwicklung und dem Bau der Atombombe im Zweiten Weltkrieg. Das System soll Teil des Einstein-Programms werden. Das Einstein-Programm ist das Intrusion-Detection-System der US-Regierung.

Experten halten ein solches Frühwarnsystem jedoch schlicht für unmöglich. Die Regierung wolle ein System entwickeln, das Angriffe vorhersieht, bevor sie durchgeführt werden, kommentierte ein Experte, der namentlich lieber nicht genannt werden wollte, gegenüber Wired. Das komme einer "Hellsehmaschine" gleich.

Chertoff gab in seiner Rede zu, dass ein solches System schwierig umzusetzen sei. Das bedeute aber nicht, dass man diese Aufgabe deshalb nicht angehen, sondern dass man die Ärmel hochkrempeln und anfangen sollte, so der Minister.

Die Sicherung der nationalen Computer- und Internetinfrastruktur sei jedoch eine Aufgabe, die die Regierung nicht allein übernehmen könne. Er rief deshalb die anwesenden Vertreter der IT-Industrie zur Mitarbeit auf: "Bitte schicken Sie einige ihrer hellsten und besten Köpfe, um für die Regierung Dienst zu tun." Es sei das Beste, was die IT-Spezialisten für ihr Land tun könnten.

Das kann allerdings auch nicht sehr viel mehr als die Ehre bieten. Wie Chertoff in einer Pressekonferenz im Anschluss an seine Rede gegenüber der BBC zugab, könne die Regierung, was die Bezahlung betrifft, nicht mit der Privatwirtschaft konkurrieren. Der Wunsch, ihrem Land zu dienen, solle die künftigen Mitarbeiter motivieren. Das sei ein Aufruf, mehr "für das Allgemeinwohl als für die eigene Bereicherung" zu tun.



Anzeige
Spiele-Angebote
  1. 59,99€ mit Vorbesteller-Preisgarantie
  2. + Prämie (u. a. Far Cry 5, Elex, Assassins Creed Origins) für 62€
  3. 16,99€
  4. 1,29€

Monty2 10. Apr 2008

Der Typ ist doch paranoid.

Roland D. 09. Apr 2008

Wer dafür keine physikalisch vom Internet getrennten Kommunikationsleitungen benutzt...

philly 09. Apr 2008

keiner attakiert uns..

Sukram71 09. Apr 2008

"Die Hard 4.0" gesehen ... :) "FireSale" geht in Wirklichkeit bestimmt soo nicht.

Peter 2008 09. Apr 2008

Doch, doch! Anwender verunsichert, eingeschüchtert. Komplizierter und nicht eindeutiger...


Folgen Sie uns
       


E3 2018, wenig Hardware, mehr Spiele - Livestream

Neue Hardware (PC, Konsolen, Handhelds) sind auf der diesjährigen E3 in Los Angeles wohl nicht zu erwarten, oder doch? Diese und andere spannende Fragen zur Messe diskutieren die Golem.de-Redakteure Peter Steinlechner und Michael Wieczorek im Livestream.

E3 2018, wenig Hardware, mehr Spiele - Livestream Video aufrufen
Deutsche Siri auf dem Homepod im Test: Amazon und Google können sich entspannt zurücklehnen
Deutsche Siri auf dem Homepod im Test
Amazon und Google können sich entspannt zurücklehnen

In diesem Monat kommt der dritte digitale Assistent auf einem smarten Lautsprecher nach Deutschland: Siri. Wir haben uns angehört, was die deutsche Version auf dem Homepod leistet.
Ein Test von Ingo Pakalski

  1. Patentantrag von Apple Neues Verfahren könnte Siri schlauer machen
  2. Siri vs. Google Assistant Apple schnappt sich Googles KI-Chefentwickler
  3. Digitaler Assistent Apple will Siri verbessern

Hacker: Was ist eigentlich ein Exploit?
Hacker
Was ist eigentlich ein Exploit?

In Hollywoodfilmen haben Hacker mit Sturmmasken ein ganzes Arsenal von Zero-Day-Exploits, und auch sonst scheinen die kleinen Programme mehr und mehr als zentraler Begriff der IT-Sicherheit verstanden zu werden. Der Hacker Thomas Dullien hingegen versucht sich an einem theoretischen Modell eines Exploits.
Von Hauke Gierow

  1. IoT Foscam beseitigt Exploit-Kette in Kameras
  2. Project Capillary Google verschlüsselt Pushbenachrichtigungen Ende-zu-Ende
  3. My Heritage DNA-Dienst bestätigt Datenleck von 92 Millionen Accounts

Business-Festival: Cebit verliert 70.000 Besucher und ist hochzufrieden
Business-Festival
Cebit verliert 70.000 Besucher und ist hochzufrieden

Cebit 2018 Zur ersten neuen Cebit sind deutlich weniger Besucher als im Vorjahr gekommen. Dennoch feiern Messe AG, Bitkom und Aussteller den Relaunch der Veranstaltung als Erfolg. Die Cebit 2019 wird erneut etwas verlegt.

  1. Festival statt Technikmesse "Die neue Cebit ist ein Proof of Concept"

    •  /