Außenministerium verzichtet auf OOXML
Das Auswärtige Amt werde OOXML so lange nicht einsetzen, bis es unabhängig von der Plattform verfügbar sei, zitiert IDABC(öffnet im neuen Fenster) (Interoperable Delivery of European eGovernment Services to public Administrations, Businesses and Citizens) den Leiter der IT-Abteilung des Außenministeriums Rolf Theodor Schuster. Es reiche nicht aus, dass Novell OOXML in Suse Linux implementiere, so Schuster. Das Amt ist derzeit dabei, seine 11.000 Desktops auf Linux zu migrieren und will diesen Vorgang 2009 abschließen.
Auch müsse sich der ISO-Standard einheitlich umsetzen lassen, es könne nicht sein, dass nur Teilmengen oder aber mehr als im Standard beschrieben, von einer Software unterstützt wird. So lange dies nicht der Fall sei, werde auch das Auswärtige Amt auf den Einsatz von OOXML verzichten.
Die im Bundesinnenministerium beheimatete "Koordinierungs- und Beratungsstelle der Bundesregierung für Informationstechnik in der Bundesverwaltung" (KBSt) hat bereits vor einigen Wochen ihr Dokument SAGA 4.0(öffnet im neuen Fenster) veröffentlicht. Darin wird im Punkt "Formate für Textdokumente zum Informationsaustausch" ausdrücklich auch der OOXML-Konkurrent ODF 1.0 empfohlen. OOXML selbst steht laut dem Dokument "unter Beobachtung" .
OOXML wurde Anfang April 2008 als ISO-Standard abgesegnet, nachdem die Ja-Stimmen im ersten Wahlgang im September 2007 nicht reichten. ODF war bereits 2006 zur Norm erklärt worden.



