Nokia-Werksschließung: Sozialplan vereinbart (Update)

Handyhersteller einigt sich mit Arbeitnehmervertretern auf Abfindungen

Nokia hat sich mit dem Bochumer Betriebsrat des Unternehmens auf einen Sozialplan geeinigt. Demnach zahlt Nokia insgesamt 200 Millionen Euro an Abfindungen an die Mitarbeiter, die ab Juli 2008 ihren Arbeitsplatz bei dem Mobiltelefonhersteller verlieren werden. Das Werk in Bochum wird bis zum 30. Juni 2008 geschlossen.

Artikel veröffentlicht am ,

Im Januar 2008 hatte Nokia angekündigt, das Werk in Bochum bis Mitte des Jahres 2008 zu schließen. Ein exakter Schließungstermin wurde bislang nicht verkündet, was die Konzernleitung nun nachgeholt hat. Insgesamt wird Nokia nach Verhandlungen mit dem Betriebsrat des Bochumer Werks ein Abfindungspaket in Höhe von 200 Millionen Euro bereitstellen, das auf die von der Schließung betroffenen Mitarbeiter verteilt wird.

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Für die Zeit nach der Schließung bis zum 30. Juni 2008 will Nokia eine Beschäftigungsgesellschaft für die betroffenen Mitarbeiter mit einer Laufzeit von einem Jahr einrichten. Der endgültige Interessenausgleich und der Sozialplan sollen in den kommenden Wochen offiziell unterzeichnet werden. Nokia wird die Kosten in Verbindung mit der Berichterstattung zum ersten Quartal am 17. April 2008 veröffentlichen.

"Bereits im Januar, zu Beginn der Gespräche über die Schließung des Standortes Bochum, hat sich Nokia für einen fairen und verantwortungsvollen Sozialplan ausgesprochen", meint Veli Sundbäck, Executive Vice President von Nokia und Vorsitzender des Aufsichtsrats der Nokia GmbH. "Wir wissen, dass die Entscheidung, den Standort Bochum zu schließen, schmerzlich für die Betroffenen und deren Familien ist. Und da wir auch in dieser schwierigen Situation eine klare Verantwortung für unsere Mitarbeiter übernehmen, war es uns von Anfang an ein besonderes Anliegen, den Verlust des Arbeitsplatzes in einer respektvollen und fairen Art und Weise auszugleichen."

"Wir haben unser Ziel erreicht, eine zufriedenstellende Einigung für unsere Belegschaft herbeizuführen, die sich in die besten, bisher getroffenen Vereinbarungen in Deutschland einreiht", bekräftigt Gisela Achenbach, Nokia-Betriebsratsvorsitzende des Bochumer Standorts. "Zudem wird die besondere Situation von Familien und Schwerbehinderten durch zusätzliche Zahlungen berücksichtigt."

Zudem haben sich Konzernleitung und Betriebsrat geeinigt, das Line Fit Automotive Business an den ehemaligen Nokia-Bereichsleiter Razvan Olosu und die Equity Partners GmbH sowie einen Teil der Softwareentwicklung an Sasken Communication Technologies zu verkaufen. Damit wird die Beschäftigung von etwa 300 Mitarbeitern ermöglicht.

Der Mobiltelefonhersteller betonte in einer Presseerklärung, dass Nokia trotz der Werksschließung in Bochum weiterhin in Deutschland aktiv bleibt. So werde es weiterhin einen Verkaufs- und Marketing-Bereich in Düsseldorf geben. Zudem werde die Forschungs- und Entwicklungsabteilung in Ulm weitergeführt.

Zudem verkündete Nokia, in der Schweiz an der Ecole Polytéchnique Fédérale de Lausanne (EPFL) ein Research Center eröffnen zu wollen. Dazu sollen neue Interaktionsformen und Technologien entwickelt werden, die bei der Nutzung mobiler Endgeräte alle menschlichen Sinne mit einbeziehen. Zudem sollen Dienste und Anwendungen entstehen, die den Ort oder persönliche Vorlieben berücksichtigen. Allgemein sollen Internetdienste und Technologien erforscht werden, um die Möglichkeiten des mobilen Web zu erweitern. Das neue Nokia Research Center Lausanne wird am 5. Juni 2008 auf dem Campus der EPFL eröffnet.

Nachtrag vom 25. April 2008:
Wie Nokia mitteilt, haben das Unternehmen und die Arbeitnehmervertreter den vereinbarten Sozialplan am 23. April 2008 unterzeichnet. Die betroffenen Mitarbeiter sollen am 25. April 2008 darüber informiert werden.

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modimi 09. Apr 2008

fast alle leiharbeiter wurden schon im januar gekündigt und die bekommen nix! die haben...

wm 09. Apr 2008

da müsste man sich dann echt gedanken machen, die niedrigen Reallöhne werden wohl in der...

bla blub 09. Apr 2008

Einer meiner Bekannten hatte eine ähnliche Situation. Er hat eine Abfindung von 60.000...



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