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Spieletest: Conflict Denied Ops - Action-Stangenware

Neues Spiel der Conflict-Reihe verspricht viel – und hält wenig. Zwei steuerbare Helden, taktischer Tiefgang, eine komplett zerstörbare Umgebung: Auf dem Papier klang Conflict: Denied Ops wie ein vielversprechender Actiontitel für PC sowie PS3 und Xbox 360. Was Eidos unter diesem Namen tatsächlich in die Läden gebracht hat, hat mit dem Versprochenen aber nicht allzu viel zu tun.
/ Peter Steinlechner
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Nicht mal für die Hintergrundgeschichte scheint Eidos ausreichend Ressourcen abgestellt zu haben – die Story vom fiesen Diktator, der die Welt mit Atombomben in Angst und Schrecken versetzen will, wurde schon arg häufig genutzt. Immerhin muss der Despot nicht nur in einem Land bekämpft werden; der Bösewicht hat seine schmutzigen Finger an unzähligen Orten auf der Erdkugel im Spiel, so dass es unter anderem Missionen in Venezuela und Sibirien, aber auch in Afrika zu absolvieren gilt.

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Die Missionsaufgaben – angefangen bei geradlinigen Feuergefechten über das Entschärfen von Bomben bis hin zu ein paar Stealth-Einsätzen – sorgen für eine gewisse Abwechslung. Statt das alles mit nur einem Spezialagenten zu erledigen, darf gleich mit zwei Elitesoldaten der Special Activities Division angetreten werden: Zwischen Scharfschütze Graves und MG-Profi Lang kann zu jedem Zeitpunkt einfach per Knopfdruck gewechselt werden.

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Spaß macht Conflict: Denied Ops trotzdem nicht, und zwar aus mehreren Gründen: Die taktischen Möglichkeiten, die einem das Spiel vorgaukelt, sind eher theoretischer Natur – wer will, ballert sich einfach durch die Level und verbringt eher wenig Zeit mit dem Ausklügeln raffinierter Lösungswege. Begünstigt wird dieses Vorgehen auch durch die praktisch nicht vorhandene Gegner-KI, die jegliches überlegtes Vorgehen ohnehin unnötig erscheinen lässt. Auch das Waffenarsenal ist deutlich kleiner als bei vergleichbaren Konkurrenztiteln.

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Mit der zerstörbaren Umgebung ist es ebenfalls nicht allzu weit her: Ein paar Fässer lassen sich zerlegen, größere Gebäude aber meist schon nicht mehr – von wirklich realistischen Physik-Effekten ist das Spiel weit entfernt. Zu allem Überfluss klingen die Schauplätze deutlich exotischer, als sie aussehen: Auf Grund enttäuschender Optik sind die Unterschiede zwischen Eis- und Tropenregionen geringer, als man annehmen würde. Immerhin weiß der Koop-Modus für zwei Spieler für gewisse Zeit zu gefallen. Davon abgesehen hat Conflict: Denied Ops aber wenig zu bieten, was die Motivation längere Zeit aufrechterhält.

Das Programm erscheint für PlayStation 3, Xbox 360 und PC. Die Konsolenfassung kostet rund 60,- Euro, die PC-Version gut 50,- Euro. Alle drei haben von der USK keine Jugendfreigabe bekommen, sprich: Sie sind nur für Erwachsene geeignet. Als minimale PC-Hardware wird ein Rechner mit Windows XP/Vista, 1 GByte RAM sowie einem Prozessor mit 2,4 GHz angegeben. Zudem sollten 1,4 GByte auf der Festplatte frei sein.

Fazit:
Vom "Conflict"-Kürzel sollte man sich nicht täuschen lassen – mit Taktik, Tiefgang und zeitgemäßer Präsentation hat Denied Ops nur wenig zu tun. Unterm Strich haben die Entwickler kaum mehr als einen nicht sonderlich schönen und wenig motivierenden Shooter von der Stange erschaffen – zu wenig, um heutzutage auf dem Markt bestehen zu können.


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