Pirate-Bay-Gründer: Wir sollten eher nicht in die USA fahren

Golem.de im Gespräch mit Peter Sunde, einem der Gründer von The Pirate Bay

Spätestens seit der von den USA initiierten Razzia gegen The Pirate Bay ist der Torrent-Tracker weltweit bekannt. Golem.de traf Peter Sunde, einen der drei Gründer der Pirate Bay, auf der re:publica 2008. Im Interview erläutert Sunde, warum der Dienst aus seiner Sicht in Schweden legal ist, gibt Auskunft über den aktuellen Stand im Verfahren gegen Pirate Bay und weshalb er derzeit besser nicht in die USA reisen sollte.

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Golem.de: Herr Sunde, wie ist denn im Moment der Stand im Verfahren gegen The Pirate Bay?

Inhalt:
  1. Pirate-Bay-Gründer: Wir sollten eher nicht in die USA fahren
  2. Pirate-Bay-Gründer: Wir sollten eher nicht in die USA fahren

Peter Sunde: Bisher ist nichts passiert. Es gibt noch nicht einmal einen Termin für die Verhandlung.

Golem.de: Wie schätzen Sie Ihre Chancen ein?

Peter Sunde: Wir werden zu 99,999 Prozent gewinnen. Der letzte Rest ist für den Fall, dass das schwedische Rechtssystem komplett inkompetent ist.

Pirate-Bay-Gründer Peter Sunde
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Golem.de: Gibt es denn einen Unterschied zwischen dem deutschen oder amerikanischen Rechtssystem und dem in Schweden?

Peter Sunde: Unsere Rolle im Filesharing, also das was wir tun, ist in Schweden legal. Menschen zusammenzubringen, damit sie miteinander kommunizieren, ist legal. Inhalte hoch- oder runterladen ist nicht legal.
Filesharing sollte zwar auch legal sein, ist es aber nicht. Das wollen wir ändern. Oder zumindest wollen wir die Leute dazu bringen, zu ignorieren, dass es nicht legal ist.

Golem.de: Wie kann es sein, dass Filesharing selbst illegal ist, das, was Sie tun, aber nicht?

Peter Sunde: Es gibt verschiedene Gründe, um zu erklären, warum das, was wir tun, legal ist. Es gibt das Gesetz über elektronische Foren- und Board-Systeme, das besagt, ein System sei nicht dafür verantwortlich, was die Nutzer damit machen. Solange wir also kein urheberrechtlich geschütztes Material vorhalten, können wir auch nicht dafür verantwortlich gemacht werden. Wir halten aber kein urheberrechtlich geschütztes Material vor, sondern Torrent-Dateien, also Verweise, und die sind in Schweden legal.

Golem.de: Wie verbreitet ist denn Filesharing in Schweden?

Peter Sunde: Praktisch jeder, der einen Internetanschluss hat, tauscht Dateien. Unsere Dienste nutzen jeden Tag 800.000 bis 1 Million Schweden. Das sind etwa 10 Prozent der Einwohner des Landes.

Golem.de: The Pirate Bay läuft also weiter?

Peter Sunde: Ja, und ich hoffe, für immer.

Golem.de: Sie hatten ja mal überlegt, die künstliche Insel Sealand zu kaufen, um Ihre Server dorthin auszulagern. Was ist daraus geworden?

Peter Sunde: Sie wollten sich nicht kaufen lassen. Wir dachten, wir könnten Sealand für 200.000 US-Dollar kaufen und haben angefangen, Spenden zu sammeln. Sie forderten aber aberwitzige 6 Milliarden US-Dollar. Deshalb suchen wir jetzt nach einer anderen Insel. Ich hingegen würde das Spendengeld lieber für einen guten Zweck ausgeben - etwa ein Stück Regenwald kaufen oder etwas anderes für die Umwelt tun.

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Pirate-Bay-Gründer: Wir sollten eher nicht in die USA fahren 
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choddy 07. Apr 2008

Doppel-Plus-Gut?

Profi 07. Apr 2008

Ich bin nicht sicher ob es eine 256 war, aber definitiv eine Zahl > 255... ;)

Fruximuxi 06. Apr 2008

Genau das scheinen die auch zu befürchten -- zu Recht! Nachdem ich von mehreren Leuten...

crap 05. Apr 2008

IT News für Forentrolle...

Nein! 05. Apr 2008

Mehr Käse = mehr Löcher = Weniger Käse = Weniger Löcher = Mehr Käse = [..]


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