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Fahrradsensoren sollen radeln verbessern

Hochtemperaturfeste Elektronik wird beim Guss integriert. Beim Radfahren kommt es vor allem auf den runden Tritt an, also die in jeder Pedalstellung möglichst gleich stark aufgewendete Kraft, sei es durch Drücken oder Ziehen an der Pedale. Forscher des Fraunhofer-Instituts haben nun Sensoren entwickelt, die direkt in der Kurbel eingegossen sind.
/ Andreas Donath
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Sogenannte adaptronische Bauteile, die – in der Tretkurbel eingegossen – Fehlbelastungen melden, sollen die Effizienz beim Radfahren verbessern. In einer Tretkurbel sind zwei Piezosensoren integriert. Die Sensoren messen die Kräfte, die dem Vorankommen dienen und zeigen dem Fahrer, wie "rund" er tritt.

Die Tretkurbel ist ein Ergebnis aus dem Projekt InGuss, bei dem Gussteile hergestellt werden sollen, in die sensorische, aktorische sowie elektronische Komponenten direkt während der Bauteilentstehung integriert werden.

Forscher der Fraunhofer-Institute für Fertigungstechnik und Angewandte Materialforschung IFAM, für Betriebsfestigkeit und Systemzuverlässigkeit LBF und für Integrierte Schaltungen IIS entwickeln in diesem Projekt die Fertigungstechnik sowie die zu integrierenden Komponenten. Das Besondere bei der Fahrradtretkurbel: Die elektronischen Beigaben werden schon beim Gießen in die Leichtmetallbauteile integriert. Kein einfaches Unterfangen, denn die hohen Temperaturen von über 700 Grad Celsius, die beim Gießen wirken, können die empfindlichen elektronischen und elektromechanischen Komponenten zerstören.

"Wir schützen die Komponenten durch spezielle Isoliermaterialien und entsprechende Umstellungen im Prozess, um eine Schädigung der Komponenten zu verhindern" , so Christoph Pille vom IFAM in Bremen.

Die Forscher stellen auf der Hannover-Messe (21. bis 25. April) das Fahrrad mit intelligenter Tretkurbel vor (Halle 2, Stand D28).


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