• IT-Karriere:
  • Services:

Creative legt sich mit Hobby-Programmierer an

Streit wegen alternativen Treibern für Sound-Blaster X-Fi

Ein Hobby-Programmierer hilft den Kunden von Creative durch selbst programmierte, kostenlose Treiber für X-Fi-Karten aus der Bug-Falle - trotzdem folgt ein Verbot. Creative sieht sein Urheberrecht verletzt und will offenbar verhindern, dass die Treiber auf bestimmten Karten nicht vorgesehene Features freischalten.

Artikel veröffentlicht am ,

"Indem du Technologien und geistiges Eigentum von uns auf Soundkarten [von Creative; Anm. d. Red] freischaltest, für die sie ursprünglich nicht angeboten oder gedacht waren, stiehlst du letztlich unsere Produkte", schreibt Phil O'Shaughnessy, Vizepräsident der Unternehmenskommunikation von Creative Labs, in einem Beitrag des offiziellen Firmenforums an "Daniel_K". Bei dem handelt es sich um einen Hobby-Programmierer, der alternative Treiber für Soundkarten der X-Fi-Reihe entwickelt und angeboten hatte. Kostenlos - allerdings mit der Bitte um freiwillige Spenden. Obwohl O'Shaughnessy einräumt, dass "Daniel_K" den Käufern von Sound-Blaster-Karten - die wiederholt Bug-Probleme vor allem unter Windows Vista hatten - geholfen hat, untersagt er mit Verweis auf das Urheberrecht die weitere Distribution des Treibers.

Stellenmarkt
  1. imbus AG, verschiedene Standorte
  2. MEIERHOFER AG, München, Passau, Berlin

Das Pikante daran: Durch sein Posting räumt O'Shaughnessy ein, dass die Treiber von "Daniel_K" auf den X-Fi-Karten Funktionen und Modi freischalten, die bestimmte Karten zwar offenkundig beherrschen, die aber von den Creative-Treibern nicht unterstützt werden - absichtlich, um die Modellpalette möglichst profitabel aufzubauen? Im deutschen Handel sind die Karten, je nach Ausführung und Ausstattung, zu Preisen zwischen rund 25,- Euro und 250,- Euro erhältlich.

"Daniel_K" hat die Aufforderung von Creative inzwischen beantwortet: "Ihr habt die Windows-Vista-Treiber für die Audigy/Live! (Emu10kx) und die Audigy LS/SE/Value/Live!24-bit (P17) absichtlich beschnitten und ruiniert", schreibt er. Seine Treiber will er künftig weder weiterentwickeln noch vertreiben.

Creative Labs liegt derzeit auch im Clinch mit Asus, behauptete doch Creative, dass ein neuer Treiber für bestimmte Asus-Karten diese in die Lage versetze, den Creative-eigenen EAX-5.0-Standard zu emulieren. Ein möglicher Grund für die derzeitige Streitlust von Creative: Das Unternehmen hat mit wirtschaftlichen Problemen zu kämpfen. So kündigte die Firma für das gerade abgelaufene Geschäftsjahresquartal einen operativen Verlust an.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Anzeige
Mobile-Angebote
  1. 206,10€ (mit Rabattcode "PFIFFIGER" - Bestpreis!)
  2. 569€ (Bestpreis!)
  3. 499,90€

Hotohori 02. Apr 2008

Ich hatte mal eine SB Live und war damals echt angetan von der Karte, so dass ich auch...

RedThunder 02. Apr 2008

Ich mein das letzte mal das ich mir ne Soundkarte gekauft habe is lang her, aber was ich...

Q-Kontinuum 02. Apr 2008

Wäre Creative clever gewesen, hätten sie den Typen "gekauft". ;) Ich kann beide Seiten...

unterschichtenf... 02. Apr 2008

genau um jene unwissenheit ging es mir ;-)

chan 02. Apr 2008

im grunde also der ganz normale Kasino-Kapitalismus. Hauptsache die Manager kriegen ihre...


Folgen Sie uns
       


Demon's Souls Remake (PS5) - Fazit

Im Testvideo stellt Golem.de das Remake des epischen Fantasy-Rollenspiels Demon's Souls für die Playstation 5 vor.

Demon's Souls Remake (PS5) - Fazit Video aufrufen
Macbook Air mit Apple Silicon im Test: Das beste Macbook braucht kein Intel
Macbook Air mit Apple Silicon im Test
Das beste Macbook braucht kein Intel

Was passiert, wenn Apple ein altbewährtes Chassis mit einem extrem potenten ARM-Chip verbindet? Es entsteht eines der besten Notebooks.
Ein Test von Oliver Nickel

  1. Apple Macbook Air (2020) im Test Weg mit der defekten Tastatur!
  2. Retina-Display Fleckige Bildschirme auch bei einigen Macbook Air
  3. iFixit Teardown Neue Tastatur macht das Macbook Air dicker

RCEP: Warum China plötzlich auf Freihandel setzt
RCEP
Warum China plötzlich auf Freihandel setzt

China und andere wichtige asiatische Herstellerländer von Elektronikprodukten haben ein Freihandelsabkommen geschlossen. Dessen Bedeutung geht weit über rein wirtschaftliche Fragen hinaus.
Eine Analyse von Werner Pluta

  1. Berufungsverfahren in weiter Ferne Tesla wirbt weiter mit Autopilot
  2. Warntag BBK prüft Einführung des Cell Broadcast neben Warn-Apps
  3. Bundesverkehrsministerium Keine Abstriche beim geplanten Universaldienst

Librem Mini v2 im Test: Der kleine Graue mit dem freien Bios
Librem Mini v2 im Test
Der kleine Graue mit dem freien Bios

Der neue Librem Mini eignet sich nicht nur perfekt für Linux, sondern hat als einer von ganz wenigen Rechnern die freie Firmware Coreboot und einen abgesicherten Bootprozess.
Ein Test von Moritz Tremmel

  1. Purism Neuer Librem Mini mit Comet Lake
  2. Librem 14 Purism-Laptops bekommen 6 Kerne und 14-Zoll-Display
  3. Librem Mini Purism bringt NUC-artigen Mini-PC

    •  /