T-Online verweigert Annahme von Spam

RFC-konforme Abweisung von unerwünschten E-Mails

T-Online hat seinen "Plattformschutz optimiert" und nimmt nun "offensichtlich unerwünschte E-Mails (SPAM, UCE, UBE, Phishing)" nicht mehr an, noch bevor sie den Spam-Filter erreichen. Einige T-Online-Nutzer sehen das durchaus übliche Vorgehen kritisch.

Artikel veröffentlicht am ,

Die Maßnahmen dienen der Absicherung des technischen Betriebs der Telekom-Infrastruktur, so T-Online. Konkret prüft T-Online nun während der Entgegennahme von E-Mails "Spam/UCE/UBE/Phishing-Charakter" und lehnt bei hinreichender Sicherheit die Entgegennahme RFC-konform ab. Im Zweifel werden Nachrichten entgegengenommen und ggf. an den vom Nutzer konfigurierten Spam-Filter weitergereicht. Diese Spam-Filter-Einstellungen werden wie gehabt auf die E-Mails angewandt, nur eben deutlich seltener als zuvor, da die Annahme vieler E-Mails schon zuvor verweigert wurde.

Stellenmarkt
  1. IT-Systemadministrator (m/w/d)
    über Hays AG, Elmshorn
  2. (Senior) Mobile App Developer (m/w/d) Android und iOS
    AUSY Technologies Germany AG, verschiedene Einsatzorte
Detailsuche

Ein solches Vorgehen ist durchaus üblich und entlastet die Systeme von E-Mail-Anbietern enorm. E-Mails, die mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit Spam, Viren oder Phishing-Versuche enthalten, müssen so nicht für jeden einzelnen Nutzer gespeichert und archiviert werden.

Auch der Golem.de-Mailserver lehnt E-Mails ab, die mit sehr großer Wahrscheinlichkeit Spam, Viren oder Ähnliches enthalten. Der Anteil solcher E-Mails, die es nicht bis zum Spam-Filter schaffen, liegt bei rund 98 Prozent aller eingegangenen E-Mails.

"False Positives", also fälschlicherweise als "Spam" kategorisierte E-Mails, lassen sich dabei nicht ausschließen. T-Online verspricht, dass dies ob des eingesetzten Mechanismus sehr selten vorkommt: "Die Deutsche Telekom ist nicht irgendein Feld-, Wald- und Wiesen-Provider, der experimentelle Systeme einsetzt. Wir haben den Detektionsmechanismus vorher über mehrere Jahre hinweg untersucht, getestet, ausgewertet und verbessert", ist in einer Stellungnahme im T-Online-Forum zu lesen. Da die Ablehnung der E-Mails RFC-konform erfolgt, sollte auf Seiten des Senders eine "Bounce-Nachricht" erzeugt werden, so dass diese über die Ablehnung informiert wird.

Golem Karrierewelt
  1. IT-Sicherheit für Webentwickler: virtueller Zwei-Tage-Workshop
    27./28.09.2022, Virtuell
  2. Deep-Dive Kubernetes – Observability, Monitoring & Alerting: virtueller Ein-Tages-Workshop
    22.09.2022, Virtuell
Weitere IT-Trainings

Gegen die Kritik, dieses Vorgehen komme einer Einschränkung des E-Mail-Zugangs gleich, wehrt sich T-Online: "Im Übrigen benutzt jeder größere Mailprovider solche Mechanismen, d.h. wenn Sie wirklich ALLES haben wollten, was auf Port 25/tcp hereinkommt, dann hätten Sie eigentlich nur eine Wahl: Sie müssten einen Rootserver mieten und diesen nach eigenem Gusto einrichten. Wenn Sie es dann erreichten, dessen Domain im Internet einigermaßen bekannt zu machen, würden Sie bald feststellen, dass Sie kaum noch Mails empfangen könnten, weil der Mailserver auf ein paar tausend Sockets versucht, die Mails der Spam- und Virenbots anzunehmen, dies aber von den technischen Ressourcen her nicht mehr schaffen kann."

Wessen legitime E-Mail von T-Online abgewiesen wird, kann sich direkt an die E-Mail-Adresse fpr@rx.t-online.de wenden.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Youssarian 12. Mär 2009

Dass ist hier auch nicht passiert. T-Online verwendet das Fingerprint-System eXpurgate...

Frank Gaertner 27. Jul 2008

webneo82 11. Apr 2008

Ich betreibe selbst einen Mailserver und hatte das gleiche Problem. T-Online hat...

Youssarian 01. Apr 2008

Klar, aber nicht sehr lange. Mich hat das nämlich so sehr gewurmt, dass ich beschloss...



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
25 Jahre Dungeon Keeper
Wir sind wieder richtig böse!

Nicht Held, sondern Monster: Darum geht's in Dungeon Keeper von Peter Molyneux. Golem.de hat neu gespielt - und einen bösen Bug gefunden.
Von Andreas Altenheimer

25 Jahre Dungeon Keeper: Wir sind wieder richtig böse!
Artikel
  1. bZ4X: Toyota bietet Rückkauf seiner zurückgerufenen E-Autos an
    bZ4X
    Toyota bietet Rückkauf seiner zurückgerufenen E-Autos an

    Toyota bietet Kunden den Rückkauf seiner Elektro-SUVs an, nachdem diese im Juni wegen loser Radnabenschrauben zurückgerufen wurden.

  2. Laptops: Vom Bastel-Linux zum heimlichen Liebling der Entwickler
    Laptops
    Vom Bastel-Linux zum heimlichen Liebling der Entwickler

    Noch vor einem Jahrzehnt gab es kaum Laptops mit vorinstalliertem Linux. Inzwischen liefern das aber sogar die drei weltgrößten Hersteller - ein überraschender Siegeszug.

  3. Entwicklerstudio: Eidos Montreal möchte Cyberpunk 2077 mit Deus Ex toppen
    Entwicklerstudio
    Eidos Montreal möchte Cyberpunk 2077 mit Deus Ex toppen

    Eidos Montreal würde gerne ein neues Deus Ex machen. Der Plan, damit Cyberpunk 2077 zu übertrumpfen, scheitert aber vorerst an einem Detail.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • MindStar (u. a. Samsung 980 1 TB 77€ und ASRock RX 6800 639€ ) • Alternate (u. a. Corsair Vengeance LPX 8 GB DDR4-3200 34,98€ ) • AOC GM200 6,29€ • be quiet! Deals • SSV bei Saturn (u. a. WD_BLACK SN850 1 TB 119€) • Weekend Sale bei Alternate • PDP Victrix Gambit 63,16€ [Werbung]
    •  /