Adobe entdeckt Linux
Mit Adobe AIR für Linux sollen Entwickler, die bislang vornehmlich für den Browser Applikationen entwickelt haben, die Möglichkeit erhalten, auch ohne eine neue Programmiersprache lernen zu müssen, direkt Desktop-Anwendungen erstellen zu können. Adobe AIR war bislang nur für Mac und Windows erhältlich.
AIR-Applikationen lassen sich direkt aus dem Netz aufrufen, heben sich von reinen Webapplikationen aber durch Drag-and-Drop-Unterstützung sowie umfangreiche Einbindung der Zwischenablage ab und erlauben es, Desktop- und Systemtastenkürzel zu nutzen. Sie laufen wie herkömmliche Applikationen auf dem Desktop ab und werden nicht in eine andere Applikation, z.B. einen Browser, eingebettet.
Außerdem hat Adobe für den Flex Builder 3.0 ebenfalls eine Linux-Version seines Eclipse-basierten Entwicklungswerkzeuges vorgestellt. Mit Flex Builder lassen sich basierend auf dem Flex-Framework codegesteuert in der Programmiersprache MXML Flash-Applikationen entwickeln, ohne dass dazu Flash CS3 oder ein anderer grafischer Editor benötigt wird.
Flex Builder 3.0 sowie AIR für Linux sind aus den Adobe Labs(öffnet im neuen Fenster) als Alpha herunterladbar. Flex Builder 3.0 ist rund 178 MByte groß, Adobe AIR für Linux ca. 15 MByte.
Der Non-Profit-Organisation Linux Foundation, die sich der Verbreitung von Linux verschrieben hat, ist Adobe ebenfalls beigetreten. Man wolle Linux zur führenden Plattform für Rich-Internet- sowie Web-2.0-Anwendungen machen, sagte Adobe.
- Anzeige Hier geht es zum Handbuch für Softwareentwickler bei Amazon Wenn Sie auf diesen Link klicken und darüber einkaufen, erhält Golem eine kleine Provision. Dies ändert nichts am Preis der Artikel.