• IT-Karriere:
  • Services:

Bessere Roboter dank Stabheuschrecken

Von der Naturbeobachtung zur Robotik

Der Biologe Holk Cruse von der Universität Bielefeld hat die Bewegungen von Stabheuschrecken beobachtet und seine Erkenntnisse auf die Robotik übertragen. Er ist überzeugt, auf diese Weise bessere Roboter zu bauen - auch wenn er in Wirklichkeit etwas ganz anderes herausfinden will. Im Hamburger Körberforum hat er kürzlich seine Forschungsergebnisse vorgestellt.

Artikel veröffentlicht am ,

Eigentlich interessieren ihn Roboter nicht, sagt Holk Cruse. Trotzdem gehört der von ihm mitentwickelte Roboter zu den besten, die derzeit herumlaufen. Oder vielleicht gerade deshalb.

"Ich will wissen, wie das menschliche Gehirn funktioniert", bekennt Cruse, der an der Universität Bielefeld biologische Kybernetik und theoretische Biologie lehrt. Und um das zu verstehen, baut er Roboter.

Will wissen, wie das Gehirn funktioniert: Holk Cruse
Will wissen, wie das Gehirn funktioniert: Holk Cruse

Genauer gesagt: Er experimentiert mit Tieren, um auf das Verhalten ihres Gehirns zu schließen. Für Cruse ist das Gehirn nämlich auch nichts anderes als eine Maschine, die Verhalten erzeugt. Denken ist seiner Definition nach Vorausplanen, die mentale Simulation einer Bewegung, bevor sie durchgeführt wird. Kurz: "Das, was Freud als Probehandeln bezeichnet." Was lag da also näher, als seinerseits eine Maschine zu bauen, die Verhalten erzeugt? In diesem Fall ist das erzeugte Verhalten das Laufen. Dieses sei, erklärt Cruse, ein wichtiges Thema in der Robotik, um daran Steuermechanismen zu studieren.

Als Studienobjekt dienten den Bielefelder Biologen Stabheuschrecken. Diese setzten sie, an einem Gestell befestigt, auf ein Laufrad. Setzt sich das Laufrad in Bewegung, begannen die Insekten ihre sechs Beine zu bewegen. Die Wissenschaftler filmten sie dabei und studierten anschließend die Videos. Ein Muster war schnell gefunden: Für jedes Bein gibt es nur zwei Phasen: eine, in der das Bein in der Luft, und eine andere, in der es auf dem Boden ist. Doch bei sechs Beinen ist eine Koordination nicht so einfach. Was aber, so die Überlegung, wenn es gar keine zentrale Steuerung gibt? Tatsächlich konnten die Wissenschaftler eine dezentrale Koordination der Beine mit nur wenigen Regeln beschreiben. Wichtigste Regel: Ist ein Bein in der Luft, muss das benachbarte auf dem Boden sein.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed
Bessere Roboter dank Stabheuschrecken 
  1. 1
  2. 2
  3. 3
  4.  


Anzeige
Top-Angebote
  1. 61,41€ (Bestpreis)
  2. 1.129€ (Bestpreis)
  3. 3.249€ (aktuell nur noch 2 Stück verfügbar!)
  4. gratis (bis 21. Januar)

knips 01. Apr 2008

Stabheuschrecken als Vorbilder für Beinbewegung bei Insekten ist nun wirklich nix neues...

Lauron 31. Mär 2008

auch mit NN

Andi1357 31. Mär 2008

Nein, :-)))) alleine die darauf folgenden ernst gemeinten Kommentare sind ein rauskramen...

SonicXT 31. Mär 2008

Das ist ja mal richtig geil. Ich glaub bei der Szene auf dem Eis wäre so mancher Mensch...

Necator 31. Mär 2008

"...neuronalen Netz gesteuerte Bein: Da ständig die Daten der Sensoren abgefragt werden...


Folgen Sie uns
       


Immortals Fenyx Rising - Fazit

Im Video zeigt Golem.de das Actionspiel Immortals Fenyx Rising.

Immortals Fenyx Rising - Fazit Video aufrufen
    •  /