Amazon wird zum Webhoster
Mit der sogenannten "Elastic IP Address" wird Amazons Dienst EC2 zum Webhosting-Angebot. Die IP-Adressen lassen sich einzelnen EC2-Instanzen zuordnen, so dass virtuelle Server zur Verfügung stehen, die unter einer festen IP-Adresse erreichbar sind. Je Konto können zunächst fünf IP-Adressen angefordert werden, weitere gibt es auf Nachfrage. Um sicherzustellen, dass die IP-Adressen nicht ungenutzt bleiben, berechnet Amazon 1 US-Cent pro Stunde, in der eine IP-Adresse keiner EC2-Instanz zugeordnet ist.
Mit den sogenannten "Availability Zones" bietet Amazon EC2-Nutzern zudem die Möglichkeit, festzulegen, wo ihre EC2-Instanzen laufen sollen. Damit kann eingestellt werden, in welchen logischen Zonen innerhalb einer bestimmten Region der virtuelle Server physisch beheimatet werden soll. Die einzelnen Zonen sind so voneinander abgeschottet, dass Fehler in einer Zone keine Auswirkungen auf andere Zonen haben sollten. Wird eine Applikation auf mehrere Zonen verteilt, lässt sich so die Verfügbarkeit erhöhen.
Waren EC2-Nutzer bisher gezwungen, Amazons Linux-Kernel zu verwenden, bietet Amazon nun die Möglichkeit, aus verschiedenen Kerneln zu wählen. Zwar kann jeder einen Nicht-Standard-Kernel laufen lassen. Die Möglichkeit, eigene Kernel zu bauen, ist derzeit aber Amazon und einigen ausgewählten Partnern vorbehalten. Das gewünschte Amazon Kernel Image (AKI) wird beim Start einer EC2-Instanz über einen Parameter ausgewählt oder einem Amazon Machine Image (AMI) fest zugeordnet.
Zur Verfügung stehen 32- und 64-Bit-AKIs auf Basis von Linux 2.6.18. Zudem gibt es ein neues AMI auf Basis der 32-Bit-Version von Fedora Core 6 sowie ein 32- und ein 64-Bit-AMI mit Fedora 8.
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