USA: Gesetz gegen RFID-Spionage in Washington

Bis zu 20 Jahre Haft bei Verstoß

Im US-Bundesstaat Washington ist vom Gouverneur ein Gesetz gegen das illegale Auslesen von RFID-Daten aus Ausweispapieren unterzeichnet worden. Wer dagegen in krimineller Absicht verstößt, muss mit einer hohen Gefängnisstrafe rechnen.

Artikel veröffentlicht am ,

Immer häufiger kommen RFID-Chips in Pässen, Kreditkarten und anderen "Ausweisen" zum Einsatz. Die dabei eingesetzten RFID-Chips und Datenübertragungsstandards haben sich in der Praxis wiederholt als vergleichsweise unsicher herausgestellt. So war etwa Ende des vergangenen Jahres bekannt geworden, dass es einem Forscherteam von der Universität Virginia gelungen war, die Verschlüsselung des weit verbreiteten MiFare Classic Chips zu brechen.

Stellenmarkt
  1. DevOps Engineer im Bereich Medizinische Forschung
    Universitätsklinikum Frankfurt, Frankfurt am Main
  2. Digitalisierungsmanager / Koordinator Digitalisierung im Bereich Versorgungsnetze (m/w/d)
    Netze Duisburg GmbH, Duisburg
Detailsuche

Der MiFare-RFID-Chip kommt weltweit in Chipkarten für Zahlungssysteme und Zugangskontrollsysteme zum Einsatz. Laut Schätzungen könnten bis zu 1 Milliarde Karten betroffen sein. Die niederländische Regierung hat Mitte März 2008 eine Warnung ausgegeben und dazu aufgerufen, weitere Sicherheitsmaßnahmen zu ergreifen. Kriminelle könnten die Schwachstellen im MiFare-Chip dazu ausnutzen, unbemerkt Karten zu klonen und Straftaten zu begehen.

Genau gegen solche Gefahren richtet sich ein jetzt im US-Bundesstaat Washington erlassenes Gesetz. Das Gesetz mit der Nummer 1031 war vergangene Woche vom Abgeordnetenhaus einstimmig verabschiedet und am Mittwoch von Gouverneur Christine Gregoire unterzeichnet worden. Im Juli 2008 wird das Gesetz in Kraft treten. Ähnliche, teils schärfere Gesetze, sind in anderen US-Bundesstaaten in Vorbereitung.

Das Washingtoner Gesetz gegen RFID-Spionage stellt "skimming", also das nicht autorisierte Auslesen von Daten aus RFID-Chips, für kriminelle Zwecke wie Betrug, Identitätsdiebstahl oder Stalking unter Strafe. Wer gegen das Verbot verstößt, kann mit bis zu 10 Jahren Gefängnis bestraft werden. Sollten die illegal ausgelesenen Daten tatsächlich zu einer Straftat benutzt werden, drohen weitere maximal 10 Jahre Gefängnis, die zur Strafe für das jeweilige Verbrechen hinzuaddiert werden.

Golem Akademie
  1. Informationssicherheit in der Automobilindustrie nach VDA-ISA und TISAX® mit Zertifikat: Zwei-Tage-Workshop
    19./20.07.2022, Virtuell
  2. Einführung in Unity: virtueller Ein-Tages-Workshop
    21.06.2022, Virtuell
Weitere IT-Trainings

In Washington kommen RFID-Chips beispielsweise in elektronischen Führerscheinen zum Einsatz, die auch als Ausweis beim Grenzübertritt nach Kanada genutzt werden können. [von Robert A. Gehring]

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


gil.bates 31. Mär 2008

und gut, dass sich alle daran halten ;-)

Sir Jective 29. Mär 2008

Dann sind wir uns ja einig. :)

noone 29. Mär 2008

Naja passt doch auch ansonsten zu den USA gesetzen anstatt die Dollar Scheine...

DrMunzert 29. Mär 2008

Ende des Privatlebens ist in Sicht: http://www.findefux.de/forum/read.php?84,6764,6764...



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Love, Death + Robots 3
Mal spannend, mal tragisch, mal gelungen, mal nicht so

Die abwechslungsreichste Science-Fiction-Serie unserer Zeit ist wieder da - mit acht neuen Folgen der von David Fincher produzierten Anthologie-Reihe.
Von Peter Osteried

Love, Death + Robots 3: Mal spannend, mal tragisch, mal gelungen, mal nicht so
Artikel
  1. Delfast Top 3.0: Ukrainische Armee setzt E-Motorräder zur Panzerjagd ein
    Delfast Top 3.0
    Ukrainische Armee setzt E-Motorräder zur Panzerjagd ein

    Ukrainische Infanteristen nutzen E-Motorräder, um leise und schnell zum Einsatz zu gelangen und die Panzerabwehrlenkwaffe NLAW zu transportieren.

  2. Kojima Productions: Norman Reedus bestätigt Arbeit an Death Stranding 2
    Kojima Productions
    Norman Reedus bestätigt Arbeit an Death Stranding 2

    Hat sich Schauspieler Norman Reedus verplappert - oder absichtlich die Arbeit an Death Stranding 2 bestätigt?

  3. Missbrauchs-Vorwürfe: SpaceX zahlte 250.000 US-Dollar Abfindung
    Missbrauchs-Vorwürfe
    SpaceX zahlte 250.000 US-Dollar Abfindung

    Elon Musk soll einer Flugbegleiterin Geld für Sex angeboten haben. SpaceX zahlte für eine Geheimhaltungsvereinbarung.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • Borderlands 3 gratis • CW: Top-Rabatte auf PC-Komponenten • Inno3D RTX 3070 günstig wie nie: 614€ • Ryzen 9 5900X 398€ • Top-Laptops zu Tiefpreisen • Edifier Lautsprecher 129€ • Kingston SSD 2TB günstig wie nie: 129,90€ • Samsung Soundbar + Subwoofer günstig wie nie: 228,52€ [Werbung]
    •  /