Gestenerkennung mit Wiimote an der Uni Oldenburg
Künftig könnten alle Spielentwickler eine Gestenerkennung in ihre Spiele einbauen, wie sie Nintendo schon in seiner Wii-Konsole anbietet. Als Basis dafür reichen eine Wiimote mitsamt Bluethooth-Anbindung etwa an einen PC, sowie die Java-Bibliothek Weegee(öffnet im neuen Fenster) , die als Forschungsarbeit in der Abteilung Medieninformatik und Multimedia-Systeme der Universität Oldenburg in Kooperation mit dem Oldenburger Forschungs- und Entwicklungsinstitut für Informatikwerkzeuge und -systeme entstanden ist.
In seiner Arbeit beschäftigt sich Benjamin Poppinga damit, ob und wie die Wiimote für die Gestenerkennung genutzt werden kann, erklärt die technischen Grundlagen und führt in das Thema Mustererkennung ein. Auch mit möglichen Angwendungsgebieten beschäftigt sich Poppinga, beispielsweise mit der Entwicklung von Gestenerkennungsspielen auf Wiimote-Basis am PC oder einer Portierung auf mobile Plattformen.
Auch andere haben sich schon den Anwendungsmöglichkeiten der Wiimote abseits der Wii gewidmet und ihrerseits Schnittstellen zum Auslesen der Wiimote-Daten programmiert. Die Bedienung von Computern durch Gesten und Bewegungen ist derzeit generell ein Thema, mit dem sich viele Forscher beschäftigen. Kürzlich hat etwa das Berliner Heinrich-Hertz-Institut ein System vorgestellt , bei dem die Zeigefinger als Maus dienen.