Blizzard hat Macher von World-of-Warcraft-Bot verklagt

Entwickler des WoW-Cheat-Bots habe 10 Millionen Dollar Schaden verursacht

World of Warcraft (WoW) soll eine Cheat-freie Zone sein - dafür tut Blizzard einiges. Derzeit kämpft das Entwicklerstudio gemeinsam mit der Muttergesellschaft Vivendi gegen den Programmierer, der die Cheat-Bot-Software Glider entwickelt und mittlerweile rund 100.000-mal verkauft hat.

Artikel veröffentlicht am ,

"Alles was du möchtest ist einen (neuen) Level 70 Charakter? Kein Bock mehr auf nervige Profile? Du möchtest es so einfach und so schnell wie möglich?" - mit diesen auch im Original fehlerhaften Sätzen wirbt die deutsche Website des Cheat-Bots Glider. Das Tool gibt Spielern von World of Warcraft die Möglichkeit, viele immer wiederkehrende - und auf Dauer eintönige - Aufgaben automatisch erledigen zu lassen. Derzeit liegt Glider-Programmierer Michael Donnelly vor Gericht im Clinch mit Blizzard und Vivendi. Diese argumentieren, dass Glider bereits Umsatzeinbußen von mehr als 10 Millionen US-Dollar verursacht habe. Die Begründung: Die rund 100.000 Glider-Bots würden dafür sorgen, dass Spieler lediglich einen Monat bis Level 70 brauchen würden und ihr Abonnement entsprechend früher kündigen.

Stellenmarkt
  1. Projektleiter für Server und Cloud Infrastruktur (w/m/d)
    Allianz Deutschland AG, Unterföhring
  2. Keyuser SAP HCM Zeitwirtschaft (w/m/d)
    Schwarz Produktion Stiftung & Co. KG, Weißenfels, Raum Halle/Leipzig
Detailsuche

Außerdem würden die Bots laut Blizzard die Atmosphäre im Spiel zerstören, die Ressourcenplanung komme durcheinander und kommunizieren könnten menschliche Spieler auch nicht mit den programmgesteuerten Figuren - in gut dreieinhalb Jahren habe Blizzard rund 465.000 Beschwerden von Spielern über Cheat-Bots erhalten. Jetzt fordern Vivendi und Blizzard, dass der Verkauf von Glider eingestellt wird und dass Donnelly sämtliche Erträge aus dem Verkauf seiner Software bei den WoW-Betreibern abliefert.

Donnelly und sein Anwalt entgegnen, dass Glider keine Copyright-Verletzungen begehe, weil das Programm gar keine Kopie von WoW erstelle oder direkt in dessen Code eingreife. Außerdem habe es, als Mitte 2005 die erste Version von Glider erschien, in den Geschäftsbedingungen von Blizzard noch keine Bestimmungen mit Verboten von Bots gegeben. Und: Blizzard habe World of Warcraft nicht ausreichend und konsequent geschützt, weil dessen wichtigstes Anti-Cheat-Hilfsmittel, eine Datei namens scan.dll, durch einfaches Löschen auszuschalten sei.

Glider ist ein kleines Programm, das zur Ausführung parallel mit World of Warcraft betrieben werden muss. Der Spieler gibt an, welche Klasse er spielt und richtet dann ein paar Parameter im Spiel - vor allem die Funktionsleisten - nach den Erfordernissen des Cheat-Bots ein. Dann kann er festlegen, wo das Programm welche Feinde angreift, was es mit den erbeuteten Gegenständen anstellt und noch mehr. Komplette Quests kann Glider nicht erledigen und für den PvP-Kampf gegen halbwegs erfahrene menschliche Kontrahenten sind die Algorithmen viel zu schlicht gestrickt. Alleine lassen sollte man den Bot nicht, empfiehlt die Beschreibung - auch für den Fall, dass der Blizzard-Support versucht, Kontakt mit dem Spieler aufzunehmen.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Himpi 31. Mai 2009

Wenn ich so Aussagen "wenn Blizz ingame nicht alles so teuer machen würde" lese, frage...

rolfxd 07. Jun 2008

LOL "zwerg" oder protoss...lowskiller....net ma das weißte richtig ^^

Glider Fan 04. Jun 2008

Hi, Der Glider ist mir Abstand der beste WoW Bot. Unter www.mmoglider.de kann man ihn...

Der Sandmann 02. Apr 2008

Also das möchte ich bei WoW stark bezweifeln. Skill hat im PvP und swchon gar nicht im...

JohnDoeX 01. Apr 2008

Und wer die Herren gleich direkt kontaktieren will, der findet hier deren...



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Feldversuch E-Mobility-Chaussee
So schnell bringen E-Autos das Stromnetz ans Limit

Das Laden von Elektroautos stellt Netzbetreiber auf dem Land vor besondere Herausforderungen. Ein Pilotprojekt hat verschiedene Lösungen getestet.
Ein Bericht von Friedhelm Greis

Feldversuch E-Mobility-Chaussee: So schnell bringen E-Autos das Stromnetz ans Limit
Artikel
  1. Geforce Now (RTX 3080) im Test: 1440p120 mit Raytracing aus der Cloud
    Geforce Now (RTX 3080) im Test
    1440p120 mit Raytracing aus der Cloud

    Höhere Auflösung, mehr Bilder pro Sekunde, kürzere Latenzen: Geforce Now mit virtueller Geforce RTX 3080 ist Cloud-Gaming par excellence.
    Ein Test von Marc Sauter

  2. Encrochat-Hack: Damit würde man keinen Geschwindigkeitsverstoß verurteilen
    Encrochat-Hack
    "Damit würde man keinen Geschwindigkeitsverstoß verurteilen"

    Der Anwalt Johannes Eisenberg hat sich die Daten aus dem Encrochat-Hack genauer angesehen und viel Merkwürdiges entdeckt.
    Ein Interview von Moritz Tremmel

  3. SpaceX: Starlink testet Satelliteninternet in Flugzeugen
    SpaceX
    Starlink testet Satelliteninternet in Flugzeugen

    Bald dürften mehrere Flugesellschaften Starlink-Service anbieten. Laut einem Manager soll es so schnell wie möglich gehen.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • Gaming-Monitore zu Bestpreisen (u. a. Samsung G9 49" 32:9 Curved QLED 240Hz 1.149€) • Spiele günstiger: PC, PS5, Xbox, Switch • Zurück in die Zukunft Trilogie 4K 31,97€ • be quiet 750W-PC-Netzteil 87,90€ • Cambridge Audio Melomonia Touch 89,95€ • Gaming-Stühle zu Bestpreisen [Werbung]
    •  /