Solarenergie: 1 US-Dollar pro Watt
1366 Technologies(öffnet im neuen Fenster) hat sich für Silizium entschieden, weil dieses Material gängig, ungiftig und zuverlässig ist. Durch mehrere Verbesserungen ist es den Forschern gelungen, die multikristallinen Zellen so effizient zu machen wie Zellen, die aus monokristallinem Silizium hergestellt werden. Diese Zellen sind jedoch in der Herstellung deutlich teurer als die von 1366 verwendeten multikristallinen.
Für die Effizienzsteigerung sind mehrere Entwicklungen verantwortlich. So haben die Forscher etwa die Oberflächenbeschaffenheit der Zellen geändert. Statt einer glatten hat die Zelle nun eine raue Oberfläche, die das Licht weniger stark reflektiert als eine glatte. Dadurch wird mehr Licht von Silizium absorbiert und in Elektrizität gewandelt.
Zur Kostensenkung trägt bei, dass die Silberdrähte, die den Strom aus dem Silizium abführen, dünner gemacht wurden. Ihr Durchmesser beträgt jetzt nur noch ein Fünftel der üblicherweise verbauten Drähte. Gleichzeitig wurde die Leitfähigkeit der Drähte verbessert, um den Verlust an Durchmesser auszugleichen. Auf diese Weise bedarf es weniger Silber, was Kosten spart. Gleichzeitig können die Drähte enger angeordnet werden, was wiederum zur Effizienzsteigerung beiträgt.
Die Entwicklungen stammen aus dem Labor von Emanuel Sachs am MIT. Sachs hat 1366 Technologies zusammen mit Frank van Mierlo gegründet und firmiert jetzt als Technikchef des Unternehmens. Dem Vorstand gehört mit Robert Metcalfe, dem Erfinder des Ethernet, ein weiterer bekannter MIT-Wissenschaftler an.
Mit dem neuen Verfahren soll es möglich sein, die Produktionskosten für Solarmodule deutlich zu senken, sagt Sachs. Durch weitere Verbesserungen glaubt er, wird es gelingen, die Herstellungskosten der Module bis zum Jahr 2012 so weit zu senken, dass sie bei 1,- US-Dollar pro Watt liegen. Derzeit kosten Solarzellen noch über 2,- US-Dollar pro produziertem Watt.
1366 Technologies hat gerade Risikokapital von über 12 Millionen US-Dollar eingeworben. Mit diesem Geld will das Unternehmen nun eine Pilotfabrik in Lexington, einem Vorort von Boston im US-Bundesstaat Massachusetts, errichten.
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