Die Akkus werden knapp - ein Fabrikfeuer und seine Folgen
LG Chem ist einer der Hersteller von Lithium-Ionen-Zellen, die beispielsweise in Notebook- und Handy-Akkus zum Einsatz kommen. Der Ausfall der Lieferungen zwingt Notebook-Hersteller nun dazu, mit Hilfe anderer Partner die Engpässe auszugleichen. Gegenüber Golem.de gab eine Sprecherin von HP Deutschland an, dass es weder Engpässe noch spürbare Auswirkungen für die Kunden geben werde – man verfüge über ein Netz von Lieferanten, um Ausfälle einzelner Lieferanten ausgleichen zu können. Preiserhöhungen werde es nicht geben.
Anders bei Dell: In einem Unternehmens-Blog(öffnet im neuen Fenster) des US-Herstellers heißt es, dass die Industrie durchaus global durch den Ausfall der LG-Chem-Fabrik betroffen sei. Auch Dell versucht, mit seinen anderen Partnern den Ausfall auszugleichen, sieht sich allerdings eigenen Angaben zufolge gezwungen, die Preise für Zusatzakkus zu erhöhen – hofft, das aber bald in den Griff zu bekommen. Die Preise bei den Dell-Notebooks selbst werden offenbar nicht angepasst, so groß scheinen die Auswirkungen auch bei Dell noch nicht zu sein.
Betroffen sein dürfte auch Asus – Unternehmens-Chef Jerry Shen hatte bereits Anfang März verkündet, dass etwa beim erfolgreichen Mini-Notebook "Eee-PC" die Beschaffung der Akkus das größte Problem bei der Massenfertigung sei. Dieses Problem solle aber bis Mai 2008 gelöst werden – mit dem Brand bei LG Chem könnte sich das aber noch länger hinziehen. Bis Redaktionsschluss war allerdings von Asus Deutschland noch keine Stellungnahme zu erhalten.



