Näher am Holodeck war bislang kein Spiel – entsprechende Hardware vorausgesetzt. Auf Konsolen war das Schleich- und Kletter-Actionspiel Assassin's Creed ein Verkaufsschlager, demnächst geht die Windows-Fassung an den Start. Golem.de hat in einer weit fortgeschrittenen PC-Version schon mal einen Abstecher in die Zeit der Kreuzfahrer unternommen.
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In wallender weißer Kleidung, mit gesenktem Kopf und zum Gebet gefalteten Händen fällt der junge Mann nicht auf zwischen all den Kreuzfahrern und Pilgern in Damaskus. Doch plötzlich: schnelle Bewegungen, leise Geräusche. Dann geht der mysteriöse Mann seelenruhig weiter. Ohne einen weiteren Blick hinter sich auf die Leiche zu werfen... Konsolenspieler kennen solche Meuchelszenen bereits aus der PlayStation-3- und Xbox-360-Fassung von Assassin's Creed. Demnächst sind auch die Besitzer von Windows-Rechnern dran: Am 10. April 2008 will Ubisoft die PC-Fassung veröffentlichen. Golem.de hatte schon jetzt die Möglichkeit, eine fast fertige Version ausführlich anzuspielen.
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In Assassin's Creed steuert der Spieler den mysteriösen Killer Altair im 12. Jahrhundert durch die detailliert dargestellten Städte Damaskus, Jerusalem und Akkon. Sein Ziel: die aufgeheizte Stimmung zu beruhigen – durch die Liquidation von neun Aufrührern und Querulanten. Mit den Bewegungstasten W, A, S und D bestimmt man die Laufrichtung von Altair, die Maus und ein paar Extratasten lösen Spezialbewegungen aus. Mit einem Druck auf "Umschalt" etwa schiebt Altair sanft Passanten zur Seite, mit der Leer- sowie der rechten Maustaste erklimmt er Mauern und Gebäude. Welche Tasten jeweils zu drücken sind, ist nicht immer logisch nachzuvollziehen – was aber wenig stört, weil das Programm gerade zu Beginn immer präzise Hinweise einblendet.
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Inhaltlich gibt es kaum Unterschiede zwischen der Konsolen- und der kommenden PC-Version. Das gilt im Guten – Handlung, Atmosphäre, Ideen – ebenso wie im Schlechten – Abwechslung, Speichersystem. Den Spielstand sichert Assassin's Creed nur an bestimmten Stellen. Immerhin gibt es von denen aber so viele, dass der Spieler im virtuellen Todesfall nicht allzu viel wiederholen muss.
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Größte spielerische Neuerung gegenüber den Konsolenversionen sind vier zusätzliche Investigationsarten – das sind kurze Missionen, die zur Vorbereitungsphase der Attentate gehören. Beispiel für eine weitere dieser Quests ist ein Dachrennen: Altair wird von einem Informanten beauftragt, innerhalb von 90 Sekunden einen anderen Mittelsmann über die Häuser von Damaskus hinweg zu erreichen. Anhand der stets eingeblendeten kleinen Karte ist der Weg leicht zu finden, und Altair muss nur noch seine Sprünge richtig koordinieren, Wände hochklettern und über Holzplanken balancieren – das Ganze ist ohne größere Probleme zu erledigen. Weitere neue Missionstypen heißen Eskorte, Beseitigung von Bogenschützen und Marktstand-Zerstörung; die Namen deuten an, um was es geht.
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Grafisch macht unsere PC-Version bereits jetzt eine grandiose Figur – jedenfalls mit der nötigen Hardware. Wer die Auflösung auf bis zu 1.920 x 1.200 Pixel hochschraubt und alle Effekte, Schatten und Detailstufen aktiviert, taucht in eine fast fotorealistisch wirkende Welt ein. Kleine Unterschiede gibt es zwischen Rechnern mit DirectX 10 und 9 – bei Letzteren fehlen ein paar Glanzeffekte, etwa von Metall, und gelegentlich flimmern oder verwischen Texturen. In der vorliegenden Preview-Fassung stören außerdem schwarze Balken am Bildschirmrand; im fertigen Spiel sollen die laut Ubisoft nicht mehr vorhanden sein.
Die Grafikpracht hat allerdings ihren Preis: Unter 1 GByte RAM auf XP und 2 GByte unter Vista erwacht Altair erst gar nicht zum Leben, und auch ein Dual-Core-Prozessor muss zwingend im Rechner arbeiten – wohlgemerkt: das sind die Minimalanforderungen. Wie es im Detail aussieht in Sachen Hardware, kann allerdings erst der Test der fertigen Version zeigen.