Internetsicherheit: Siemens plant den Internetausweis
Dazu enthält der Flickercode die vorher eingegebenen Überweisungsdaten und die dazugehörige Nummer zur Transaktionsfreigabe (TAN). Mit einem integrierten kryptographischen Schlüssel dechiffriert der Ausweis den Code und zeigt die entschlüsselten Informationen auf seinem kleinen Display an. Nun kann der Nutzer prüfen, ob die Transaktionsdaten vollständig sind und bestätigt die Überweisung schließlich durch die Eingabe der aktuell angezeigten TAN. Die Pflege separater TAN-Listen ist damit nicht erforderlich. Mehrere Banken in Deutschland und der Schweiz testen die Lösung nach Herstellerangaben bereits.
Mit dem Internetausweis will Siemens außerdem Schaden abwenden, falls der Besitzer des Internetausweises dazu gezwungen wird, darüber eine Banktransaktion vorzunehmen. Dafür gibt es einen so genannten Notfallfinger, der parallel mit den zur Identifizierung bestimmten Fingerabdrücken festgelegt wurde. Nimmt der Besitzer des Internetausweises eine Transaktion vor und verwendet dabei den "Notfallfinger", nimmt die Bank den Auftrag zur Täuschung des Kriminellen zwar entgegen, führt diesen aber nicht aus.
Außer für Bankgeschäfte kann der Internetausweis aber auch zur Identifizierung in Onlineauktionshäusern oder bei Internethändlern verwendet werden. Dazu können insgesamt 128 Schlüssel darin abgelegt werden, um sich bei entsprechend vielen Angeboten anzumelden.
Frühestens im Sommer 2008 wollen Siemens und AXSionics den Internetausweis auf den Markt bringen. Zu welchen Konditionen und Preisen dies geschehen wird, ist noch nicht bekannt.
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