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Spieletest: Patapon - mit Trommeln ins Gefecht

Der Herr der Augäpfel: Innovatives Rhythmusspiel für die PSP. Auf der PSP gibt es bereits einige ungewöhnliche Spielkonzepte – siehe Loco Roco oder Lumines. Jetzt folgt mit Patapon ein weiterer Titel, der mit seiner kruden Aufmachung zunächst irritiert. Dann aber sehr schnell süchtig macht!
/ Thorsten Wiesner
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Schon die Hintergrundgeschichte ist alles andere als typische Konsolenkost: Die Patapons sind kleine Augäpfel, die einst ein mächtiges Volk bildeten, mittlerweile aber viel von ihrem Ruhm eingebüßt haben. Sie warten deshalb auf einen neuen Gott – den Spieler. Der soll sie in der Rolle des Allmächtigen zu altem Ganz und neuer Größe führen; eine Aufgabe, der man nach kurzer Eingewöhnungszeit gerne nachkommt.

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Anstatt die Patapons direkt zu steuern, werden ihnen durch Tastenkombinationen Befehle erteilt. Die erinnern an bekannte Musikspiele: Jeder der vier Aktionsknöpfe an der PSP entspricht einer Trommel und somit einem bestimmten Ton. Vorgegebene Tastenfolgen haben dann eine Aktion der Patapons zur Folge: Werden bestimmte Knöpfe passend zum Rhythmus und in richtiger Reihenfolge gedrückt, marschieren die Patapons los, verteidigen sich oder stürzen aktiv ins Gefecht. Da sie dabei im Takt singen, stellt sich bald ein breites Grinsen auf dem Gesicht des Spielers ein – und ehe man sich versieht, werden die einfachen Trommelabfolgen zumindest gesummt.

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Wer besonders gut den Takt trifft und so mehrere fehlerfreie Kombos in Folge drückt, bringt die Patapons in den "Fever"-Modus, in dem sie besonders effektiv angreifen. Und während zu Beginn vor allem kleinere Tiere niedergerungen werden, warten später feindliche Stämme oder gar riesige Monster auf ihren Bezwinger. Nach jedem Level wird zudem Nahrung für das eigene Volk hinzugewonnen und so die Truppenstärke erhöht; im folgenden Feldzug darf dann selbst bestimmt werden, ob etwa mehr Nahkämpfer oder doch eher Speerwerfer die Gruppe ergänzen.

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Für die Faszination von Patapon ist vor allem die ungewöhnliche Präsentation verantwortlich: Die Optik wirkt mit ihren eigentlich sehr simplen Scherenschnittfiguren ebenso eigenständig wie bezaubernd, die Soundkulisse mit den eingängigen Trommelrhythmen lässt den Spieler schon bald mitwippen und mit dem Kopf nicken. Über ein gewisses Rhythmusgefühl muss man allerdings verfügen – sonst wird es schwer, die späteren Level zu erreichen.

Patapon ist exklusiv für Sonys PSP erhältlich und kostet etwa 40,- Euro.

Fazit:
Patapon ist ebenso ungewöhnlich wie fesselnd – die Idee, mit rhythmischem Tastendrücken eine Augapfel-Armee anzutreiben, ist hier so liebe- und kunstvoll in Szene gesetzt, dass jeder PSP-Besitzer mit einem Hang zu innovativen und durchdachten Konzepten unbedingt zugreifen sollte.


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